Zertifizierung

Wie erfüllt man von Land zu Land unterschiedliche Batteriestandards?

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Zertifizierung von Anfang der Entwicklung mit einplanen

Trotz der breiten Unterstützung der Industrie für eine Vereinheitlichung der Standards, denen Batteriepacks und Zellen entsprechen müssen, steuern einige Regierungen in die entgegengesetzte Richtung. China und Indien sind dabei wirtschaftlich am bedeutendsten, sie sind jedoch nicht allein: So hat Thailand z.B. die eigene Norm TIS 2217-2548 für wiederaufladbare Batterien eingeführt, die, wie in Indien, eine Prüfung bei einem zugelassenen lokalen Labor vorschreibt.

Wie sollen die Hersteller von Produkten mit eingebauten Batterien darauf reagieren? Es gibt einige allgemeine Regeln, die in allen Fällen gelten und den OEMs dabei helfen, zu verhindern, dass der Zulassungsprozess die Markteinführung eines Produkts verzögert.

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Zuerst einmal sollte der OEM in seinem Produktentwicklungsprozess von Anfang an einen Zertifizierungsplan vorsehen (Bild 3). Der Produktentwicklungsplan sollte Angaben zu allen Ländern bzw. Regionen enthalten, in denen das Produkt vermarktet werden soll, sowie die Zulassungsanforderungen, die in den Spezifikationen des Entwicklerteams von Anfang an zu berücksichtigen sind.

Zweitens sollten die OEMs schon früh – ideal ab dem Beginn des Entwicklungsprojekts – den Rat ihrer Batterielieferanten einholen. Ein Batterielieferant wie Varta Microbattery verfügt über das technische Wissen und die Erfahrung zum Zulassungsprozess. Er kann den Entwicklungsingenieuren der OEMs dabei helfen, zu gewährleisten, dass der mechanische und elektrische Aufbau des Produkts sowie die Batterie selbst so ausgelegt werden, dass die Einhaltung der Vorschriften in im Schritt 1 definierten Ländern gesichert ist.

Und schließlich sollten die OEMs darauf achten, dass sie keine unnötigen Hürden aufbauen. Gesetzliche Anforderungen, z.B. die CE-Kennzeichnung für in Europa verkaufte Produkte, sind verbindlich. Andere, z.B. die UL-Zulassung, möglicherweise nicht.

Die Kosten für die Einhaltung der Gesetze lassen sich nicht vermeiden. Die Einhaltung anderer freiwilliger Zertifizierungen ist eher eine Frage der Unternehmenspolitik als der Gesetze. OEMs sollten sorgfältig abwägen, ob die Kosten dieser Zertifizierungen durch ihre Auswirkung auf den Umsatz gerechtfertigt werden.

(An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass Varta Microbattery die Politik verfolgt, kritische Batteriekomponenten nach UL zertifizieren zu lassen. Dies ist eine Marketingentscheidung: Varta hat einen guten Ruf für die Qualität und Zuverlässigkeit seiner Produkte, und die UL-Zulassung hilft, besonders im wichtigen nordamerikanischen Markt, dabei, diesen Ruf zu unterstützen.)

Die OEMs sollten außerdem neben den Kosten für die Produktprüfung zu Beginn auch die laufenden Kosten für die Einhaltung der Vorschriften im Auge behalten. Einige Zertifizierungen, z.B. Gost-R in Russland, haben ein Ablaufdatum und die Kosten für die Verlängerung müssen eingeplant werden. Die UL schreibt als Organisation regelmäßige Besuche zur Inspektion vor, für die sie eine Gebühr verlangt.

Kosten und Aufwand gering halten

Es führt kein Weg an der Erkenntnis vorbei, dass die Einhaltung der Bestimmungen für Batterien aufwendig und kostspielig ist. Aufwand und Kosten lassen sich jedoch beherrschen, wenn die Einhaltung der Vorschriften schon früh im Entwicklungsprojekt berücksichtigt wird. Die Vorschriften für Batterien sind ausgesprochen komplex und ändern sich schnell. Glücklicherweise sind die Hersteller von Zellen und Batteriepacks, z.B. Varta Microbattery, in einer guten Position, diese Änderungen zu verfolgen und die verschiedenen Prüfverfahren zu verstehen. Ihr Rat und ihre Hilfe in frühen Entwicklungsstadien helfen vielen OEMs, Produkte ohne große Verzögerungen oder Kostenüberschreitungen wegen nicht bestandener Zulassungsprüfungen auf den Markt zu bringen.

* Summer Lim ist Senior Technical Officer bei Varta Microbattery Pte Ltd in Singapur.

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