Bauteilebeschaffung Wie Einkäufer Kosten sparen und gleichzeitig die Versorgung mit Bauteilen garantieren können
In etlichen Unternehmen wird noch immer der Rotstift angesetzt mit dem Ziel, Kosten einzusparen. Für Einkäufer eine oft schwierige Situation. Denn der Auftrag, das Lager zu reduzieren, birgt die Gefahr des Produktionsausfalls, wenn elektronische Bauteile fehlen.
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Unternehmen haben zudem oft zahlreiche Lieferanten gelistet. Sie beziehen vielfach 20% der Ware von 80% der Anbieter. Über einen Ausweg aus diesem Dilemma um Preis sowie Verfügbarkeit der Ersatzteile informiert Klaus Denis, Geschäftsführer bei der smart distribution GmbH.
„Anstatt die Lieferantenanzahl zu reduzieren, haben in der Vergangenheit viele Unternehmen und auch Distributoren ihre Lager heruntergefahren“, berichtet Klaus Denis. „Hier wurde lange Zeit nur die Kostenseite betrachtet, anstatt die Folgen abzuwägen: Wird weniger auf Lager gelegt, produzieren die Hersteller weniger, die logische Folge sind höhere Lieferzeiten und damit verbunden auch höhere Preise. Geschieht dies, müssen Unternehmen dringend benötigte Bauteile oft zu extrem ungünstigen Konditionen beziehen. Am Ende bezahlen die Unternehmen weitaus mehr, als die vermeintlich eingesparten Lagerkosten.“
Ein gutes C-Teilemanagement bietet hohes Einsparpotenzial
Der Einkauf konzentriert sich bei der Kostenreduzierung vor allem auf den A- und B-Bedarf. Nur selten überprüfen Unternehmen ihr C-Teile-Management und übersehen die hohen Kosten bei der Beschaffung, der Bestandsführung und der Datenpflege. „Werden hier bestehende Strukturen genau betrachtet, können enorme Einsparungspotenziale ausgeschöpft werden“, so Klaus Denis. „Diese liegen häufig in einer Optimierung von Bezugsmengen und Beschaffungszeiträumen.“
Konsignationslager und Kanban reduzieren Lagerkosten
Nur das Unternehmen kann schnell und flexibel reagieren, das große Lagerbestände hat. Doch das bindet unnötig Kapital. Eine Alternative sind Konsignationslager, wie Distributoren sie anbieten. Hier erfolgen der Eigentumsübergang und damit die Berechnung nach vereinbarten Fristen oder nach Abruf der Ware durch den Kunden. Konsignationslager verringern nicht nur den organisatorischen Aufwand und die erforderlichen Mittel, sie vereinfachen auch die Planungen auf Kundenseite.
Auch das Kanban-System bietet durch seine dezentrale Steuerung hier etliche Vorteile. Denn es orientiert sich am jeweiligen Kundenbedarf: Der Abnehmer entnimmt nur das aktuell benötigte Material. Das Lager wird dank Kanban als Informationsträger automatisch wieder aufgefüllt. Das Unternehmen informiert den Distributor nur über die Produktionen, die mit dem Kanban-System ausgestattet werden sollen. Aus den Details wie Materialien, Fertigungs- und Transportzeiten sowie der Abnahmeintervalle werden Puffer- und Sicherheitslager errechnet, mit denen der Distributor anschließend die termingerechte Lieferung garantiert.
Klaus Denis fasst die Vorteile für die Kunden von smart distribution zusammen: „Unsere Kunden erhalten eine Liefergarantie zu guten Konditionen. Denn wir kaufen, soweit möglich, im Interesse unserer Kunden antizyklisch ein; also wenn Ware zu einem guten Preis vorhanden ist.“
Flexibel ist das Team von smart distribution aber auch bei der Abnahme der Ware. Dazu Denis: „Selbst wenn die Geschäfte einmal schlechter laufen, haben die produzierenden Unternehmen ½ Jahr Zeit, um den Jahresbedarf abzurufen. Normalerweise erhalten solche Angebote nur große Unternehmen bei großen Distributoren.“
Einkäufer können sich vom Distributor bei der Finanzierung unterstützen lassen
Einkäufer haben einen größeren finanziellen Spielraum, wenn ihr Distributor ihnen wie smart distribution einen Jahresrahmen einräumt. Diesen exklusiven Finanzierungsmodus bietet der Distributor für den Mittelstand an: „Bereits ab einem Jahresumsatz von 15.000 Euro stellen wir positionsunabhängig und bei einer Laufzeit von 18 Monaten einen Jahresrahmen zur Verfügung“, betont Klaus Denis, und hat damit die ideale Lösung für den Einkauf, der so nach „Oben“ immer gute Zahlen abliefern kann.
Einkäufer kleiner Unternehmen erhalten den gleichen Service wie Großkunden
„Ob ein Auftrag groß oder klein ist, spielt bei uns keine Rolle“, berichtet Silke Fechter, Vertriebsleiterin bei smart distribution. „Wir legen großen Wert auf eine persönliche Beziehung zum Kunden und bieten diesem, unabhängig von seiner Größe und dem Bedarf, einen genau darauf zugeschnittenen Service an. Schließlich ist das unsere Aufgabe als Distributor.“
Klaus Denis ergänzt: „Diese Mentalität ist im Beschaffungsmarkt leider weitgehend verloren gegangen. Bauteile werden zwar beschafft, allerdings oft zu unannehmbaren Lieferzeiten und einer Preisgestaltung fern jeder Werteorientierung. Natürlich wollen und müssen auch wir aus betriebswirtschaftlicher Sicht Geld verdienen, allerdings auf der Basis eines wertvollen Miteinanders und einer langfristigen Partnerschaft.“
„Der dringende Bedarf auf der einen Seite und schnelle Lösungsfindung sowie faire Konditionen auf der anderen Seite schließen sich in einer loyalen Beziehung auch in Engpass-Situationen nicht aus, sondern ermöglichen eine gute Wirtschaftlichkeit für beide Seiten – das produzierende Unternehmen genauso wie den smarten Distributor“, fasst Klaus Denis zusammen.
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