Wenn es der Elektronik zu heiß wird, gibt sie ihren Geist auf. Diese Gefahr besteht u.a. bei Stromversorgungen. Wir verraten Ihnen, wie ein Netzteilhersteller den Hitzetod der Elektronik vermeidet.
Gut gekühlt hält länger: Das gilt für Obst ebenso wie für Netzteile.
(Bild: clipdealer 16347415)
Supraleitung bei Zimmertemperatur – würde dieser Wunsch Realität, hätten wir weniger Probleme mit dem Ausfall von Bauteilen. Denn es ist die Wärme, die den Bauteilen den Tod bringt. Wärme lässt alle physikalischen Prozesse beschleunigt ablaufen, und dazu gehört nun auch leider das Altern. So müssen wir uns aber weiterhin bei Elektronik auf Wärmeentwicklung einstellen und versuchen, das Leben der Produkte durch gezielte Maßnahmen zu verlängern.
Bildergalerie
Der Wirkungsgrad sagt uns, wie viel Prozent der aufgewendeten Leistung „nutzbringend“ verwendet wird und wie viel als Abwärme geopfert wird. Die Hersteller arbeiten permanent an der Verbesserung des Wirkungsgrades, ein Vorhaben, das auch dem Umweltschutz dient. Eine Faustformel gilt für jede Art von Komponenten: weniger Wärmeverluste = längeres Leben. Die Effektivität der Einzelkomponenten geht ein in die Bestimmung der Effektivität der ganzen Baugruppe bzw. des gesamten Gerätes. Wobei der verfrühte Ausfall eines einzigen Bauteils, z.B. eines Elkos, alle Bemühungen um die Lebensdauerverlängerung zunichte machen kann.
Zwei gute Gründe für ein offensives Wärmemanagement
Für ein offensives Wärmemanagement gibt es zwei wichtige Motive: zum einen, die Lebensdauer der Geräte zu strecken, zum anderen, den Verbrauch von Energie zu drosseln. Hersteller, die es mit dem Wärmemanagement ernst meinen, verstärken ihr Einkaufsteam. Der internationale Netzteil-Spezialist TDK-Lambda gehört zu den Unternehmen, die die Suche nach qualitativ hochwertigen Bauteilen weltweit ausgedehnt haben. Denn auch in der Elektronikindustrie gilt, dass das Billigste nicht das Beste ist. TDK-Lambda hat Regeln für den Einkauf aufgestellt und in den so genannten „Green Procurement Guidelines“ festgehalten.
Weltweites Wettrennen nach verbesserten Materialien
Die Bauteilkategorien, die in Stromversorgungsgeräten Sorgen bereiten, sind Übertrager, Halbleiter und integrierte Schaltkreise. Das Wettrennen nach verbesserten Materialien wie Ferrit-Kerne läuft weltweit auf vollen Touren. Energieeffiziente Bauteile zu finden ist bisweilen eine Sisyphus-Arbeit.
Aber jede noch so kleine Verbesserung bei den Bauteilen trägt zur Steigerung der Geräte-Effizienz bei. Sichtbare Ergebnisse gibt es z.B. bei neuen Übertragerkonzepten, Kernen, Silicon Carbide (SiC) Dioden, MOSFETs etc. und neuen Topologien wie Resonanzkonverter und Synchrongleichrichter. Sie ermöglichen die Entwicklung und Produktion von Stromversorgungen mit einer bislang nicht realisierbaren Effizienz. Das gilt sowohl für die Leistungsaufnahme im Standby, wie auch im Betrieb über einen sehr weiten Leistungsbereich.
Für viele Ausfälle gibt es eine harmlose Erklärung
Für viele Geräteausfälle gibt es oft eine ganz harmlose Erklärung: oft ist ein Elko zerstört, hat einen innerlichen Kurzschluss bekommen, der die ganze Schaltung lahmlegen kann. Elkos sind das Sorgenkind vieler Hersteller. Die simple, wie erschreckende Formel für die Lebenserwartung von Elkos lautet: Wird die Temperatur des Elkos um 10 °C erhöht, halbiert sich seine Lebenserwartung. Das gilt natürlich auch umgekehrt: Wird die Temperatur des Elkos um 10 °C gesenkt, verdoppelt sich die Lebenserwartung. Also gilt auch hier: Gute Kühlung ist der Schlüssel zu verlängerter Lebenserwartung.
Neue Netzteile sind um 30% kleiner, leichter und effizienter
Ein Beispiel für konsequent umgesetztes Wärme- und Lebensdauermanagement ist die Baureihe ZWS-B von TDK-Lambda. Diese neue Generation von Netzteilen für Leiterplattenmontage ist um 30% kleiner, leichter und effizienter als die Vorgängerreihe ZWS. Langlebige Komponenten wie „10-Jahres-Elkos“ ermöglichen eine deutlich verlängerte Lebensdauer. Die neue Reihe ist das Ergebnis der „Green Product“-Initiative von TDK-Lambda: die ZWS-B-Netzteile haben ein optimiertes Schaltungsdesign, das die internen Verluste reduziert und so den Wirkungsgrad steigert. Bemerkenswert ist die geringe Leerlauf-Leistungsaufnahme von unter 0,5 W. Damit ent-sprechen die Netzteile den Energiespar-Anforderungen der ErP-Richtlinie (Energy-related Products).
Kleine Verbesserungen – große Einsparungen
Man muss sich klar machen, dass auch scheinbar kleine Verbesserungen des Wirkungsgrades in respektablen Einsparungen der Verlustleistung resultieren. Beispiel: ein 450 W-Gerät mit 90% Wirkungsgrad generiert Verluste von knapp 45 W. Gelingt es, den Wirkungsgrad von 90 auf 94% zu verbessern, sinkt die Verlustleistung von 45 auf 25 W! Das aber entspricht einer Reduktion von 43% und stellt eine substanzielle Verbesserung dar.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.