Produktstrategie Powermanagement-Lösungen für die Zukunft

Von Dipl.-Ing. (FH) Michael Richter 3 min Lesedauer

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Ob Industrieanlage, Medizingerät oder Haushaltsgerät – ohne das passende AC/DC-Netzteil läuft nichts. Warum diese unscheinbaren Bauteile so entscheidend für Sicherheit, Effizienz und Zuverlässigkeit sind – und worauf es bei der Auswahl wirklich ankommt.

Das Cincon LFM550:  Kompaktes 550-Watt-Netzteil für medizinische und industrielle Anwendungen.(Bild:  frei lizenziert / Unsplash)
Das Cincon LFM550: Kompaktes 550-Watt-Netzteil für medizinische und industrielle Anwendungen.
(Bild: frei lizenziert / Unsplash)

Die meisten elektronischen Geräte benötigen Gleichspannung. Das Stromnetz liefert jedoch Wechselspannung. Die Lösung liegt in einem unscheinbaren, aber unverzichtbaren Bauteil: dem AC/DC-Netzteil. Es sorgt dafür, dass aus der Netzspannung ein sicher nutzbarer Strom wird – und schützt dabei sowohl Mensch als auch Technik. Doch ein AC/DC-Netzteil spielt eine entscheidende Rolle für Sicherheit, Effizienz und Langlebigkeit elektronischer Systeme. Ob in Industrieanlagen, medizinischen Geräten oder in der Unterhaltungselektronik: Netzteile sind allgegenwärtig und müssen höchsten Anforderungen gerecht werden.

AC/DC-Netzteile verwandeln Wechselspannung (AC) in Gleichspannung (DC), die elektronische Geräte überhaupt erst nutzbar macht. Dabei geht es nicht nur um Stromfluss, sondern auch um Sicherheit. AC/DC-Netzteile schützen Nutzer und Geräte vor direktem Kontakt mit der gefährlichen Netzspannung – eine Funktion, die sie zu sicherheitsrelevanten Bauteilen macht. Entsprechend hoch sind die gesetzlichen Anforderungen an ihre Auslegung und Prüfung.

Die Umwandlung geschieht in mehreren Schritten: Zunächst wird die Wechselspannung gleichgerichtet und geglättet. Ein Transformator sorgt dafür, dass die Spannungshöhe exakt auf das jeweilige Gerät abgestimmt ist. Im Anschluss übernehmen Spannungsregler oder intelligente Regelkreise die Feinjustierung – so bleibt die Versorgung konstant, auch bei Schwankungen im Netz.

Typen von Netzteilen

Je nach Anwendung unterscheidet man zwei grundlegende Typen von AC/DC-Netzteilen. Lineare Netzteile und Schaltnetzteile (SMPS). Lineare Netzteile sind einfach aufgebaut und gelten als robust. Sie benötigen jedoch viel Platz und arbeiten weniger effizient. Schaltnetzteile hingegen überzeugen mit einer hoher Leistungsdichte und kompaktem Design. Zudem ermöglichen sie deutlich höhere Wirkungsgrade.

Nach der Entscheidung für eine Netzteilart stellt sich die nächste zentrale Frage: Welches Netzteil erfüllt die branchenspezifischen Anforderungen am besten? Genau hier wird es anspruchsvoll. Denn je nach Branche greifen unterschiedliche Normen: Medizinprodukte unterliegen der EN 60601, AV- und IT-Geräte der EN 62368. Auch für Haushaltsgeräte, Beleuchtung, Bahn- oder Militärtechnik gibt es eigene, teils sehr spezifische Vorschriften. Eine genaue Analyse der Einsatzumgebung ist also Pflicht. Wer hier ungenau arbeitet, riskiert nicht nur Ausfälle, sondern auch rechtliche Konsequenzen.

Bauformen und Spezifikationen

Externe Netzteile bieten Flexibilität und einfache Wartung, während Einbaunetzteile direkt ins Gerät integriert werden – wahlweise offen oder durch Gitterblech geschützt. Für Schaltschränke empfehlen sich DIN-Schienennetzteile. Module wiederum sind besonders kompakt und lassen sich direkt auf Platinen verlöten – eine günstige Lösung, vor allem bei kleinen Leistungen. Nicht selten ist es die Kombination aus Formfaktor, Kühlkonzept und mechanischer Integration, die letztlich über die Praxistauglichkeit entscheidet.

Neben Formfaktor und Normen sind die elektrischen Spezifikationen entscheidend: Eingangsspannung, Ausgangsspannung, Dauer- und Spitzenleistung müssen genau passen. Auch die Umgebung spielt mit hinein – hohe Temperaturen, große Höhenlagen oder Überspannungsrisiken stellen zusätzliche Anforderungen. Wer hier nach dem Prinzip „passt schon“ arbeitet, erlebt oft böse Überraschungen: Spannungsabfälle, Überhitzung oder frühzeitiger Ausfall können die Folge sein. Daher ist eine präzise Auslegung – idealerweise unter Einbeziehung von Worst-Case-Szenarien – essenziell.

Kühlung beeinflusst nicht nur die Leistung, sondern auch die Lebensdauer. Während Konvektionskühlung auf Luftzirkulation setzt, sorgt eine Baseplate-Kühlung für Temperaturstabilität in geschlossenen Gehäusen. Lüfterkühlungen bieten zwar viel Leistung, sind aber anfällig für Staub und Verschleiß – Wartung wird hier zur Pflicht. Die Wahl der Kühlmethode wirkt sich auch direkt auf die Gesamtkosten aus.

Ein weiterer Aspekt, der in der Praxis immer wichtiger wird, ist die internationale Verwendbarkeit. Netzteile mit Weitbereichseingängen (z. B. 85–264 V AC) bieten hier entscheidende Vorteile – sie lassen sich weltweit einsetzen, ohne dass Anpassungen nötig sind. In Zeiten globaler Lieferketten ist dies ein echter Pluspunkt für OEMs und Systemintegratoren.

Kurzum: Die Auswahl des richtigen AC/DC-Netzteils ist mehr als eine technische Entscheidung. Es geht um Sicherheit, Effizienz, Verlässlichkeit – und nicht zuletzt um Wirtschaftlichkeit. Genau hier kommt Fortec Power ins Spiel. Als erfahrener Spezialist für die passende Lösung im Bereich Stromversorgungen. (mr)

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