50 Jahre Automatik

Wie Bosch dem Auto beibrachte, selbst zu schalten

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Moderne Getriebesteuerung: Hightech-Computer im Miniformat

Noch war es eine exklusive Technik. Aber sie entwickelte sich in den folgenden zwei Jahrzehnten zum Standard in allen Automobilen mit Automatikgetriebe. Und sie nahm einen wesentlichen Trend vorweg. Die elektronische Getriebesteuerung, die Schaltvorgänge mit Parametern von Einspritzung und Zündung abstimmt, ist im besten Sinne ein vernetztes System: für optimale Ergebnisse bei Fahrleistung, Komfort, Kraftstoffverbrauch und Emissionen.

„Dabei wählt die Getriebesteuerung die Gangstufen so aus, dass sich der Motor fast immer im optimalen Betriebsbereich befindet. Um dies alles zu gewährleisten, steckt in modernen Getrieben sehr viel digitale Intelligenz“, sagt Hermann Scholl. Die Steuerung ist ein Hightech-Computer im Miniformat und ermöglicht die komplexe Bedienung der verschiedenen Automatikgetriebearten. Dabei hat eine moderne Getriebesteuerung eine 160 Mal so hohe Rechenleistung wie etwa der Computer des ersten Mondflugs.

Segeln und Vernetzung: Die Zukunft der Automatik

Heute ist weltweit schon jedes zweite Neufahrzeug mit einem Automatikgetriebe unterwegs. Und die Fahrt geht schnurstracks in Richtung weiterer Vernetzung. Das zeigt Bosch mit dem elektronischen Horizont, der das Getriebe mit hochaktuellen Navigationsdaten verbindet. Denn Navigationssysteme kennen die Umgebung und können dieses Wissen an die Automatik weiterleiten.

So kann die Automatik beim Segeln beispielsweise in den Leerlauf schalten und den verbleibenden Schwung nutzen, wenn hinter einer langen Kurve ein Ort beginnt. Diese noch intelligentere Automatik mit elektronischem Horizont kann den Kraftstoffverbrauch zusätzlich um einen zweistelligen Prozentwert senken.

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