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Algorithmen bestimmen die Qualität der Künstlichen Intelligenz
Diese Erkenntnisse werden benötigt um die Algorithmen zu optimieren, welche die Basis aller AI sind. Die Qualität dieser Algorithmen entscheidet über den Vorsprung einer Organisation gegenüber den Mitbewerbern. Und sie entwickelt das Vertrauen der Anwender. Wir müssen den Rechnern und Robotern vertrauen. Eine interessante Studie über das Vertrauen in die Technologie stammt von Karin Frick, einer Schweizer Forscherin am Gottlieb Duttweiler Institut. Sie sagt: „Die besseren Ergebnisse entstehen nicht unbedingt aus dem besseren Intellekt. Und sie entstehen auch nicht unbedingt aus der besseren Rechenleistung – sie können genauso gut aus dem besseren Prozess entstehen. Und dafür sollten Menschen und Maschinen möglichst vertrauensvoll miteinander agieren.“
Vom Vertrauen zur Vertrautheit
„Vertrauen ist nicht plötzlich da sondern wird aufgebaut, verstärkt, gefestigt. Je mehr wir mit Technik interagieren und umso zuverlässiger sie funktioniert, umso vertrauter wird sie uns. Roboter und künstliche Intelligenzen lernen, Menschen und ihre Gefühle immer besser zu verstehen, besser als wir selbst, unsere Familien und Freunde.“ Weiter stellt sie fest:
„Aber die praktikable Alternative zu dieser schwächer werdenden Confidence ist eben nicht Misstrauen, sondern Trust – das berechenbare Vertrauen. Denn je komplexer das System ist und umso weniger wir verstehen, wie die technische Infrastruktur funktioniert, von der unser Leben abhängt, umso mehr sind wir auf Vertrauen angewiesen. Der Bedarf an Vertrauen wächst in einer komplexen Gesellschaft ständig.
Die Gesellschaft der Zukunft muss Algorithmen trauen
„Die Gesellschaft der Zukunft ist zu Vertrauen verurteilt“, sagt der Philosoph Peter Sloterdijk. Wir müssen also Algorithmen vertrauen! Nun, das machen wir ja auch mit jedem Klick in den Suchmaschinen, auf Shopping Tour und beim Lesen und Schreiben von Blogs sogar beim Hören von Musik via Internet.
Wir nehmen an, dass wir die richtige Information erhalten. Was mit den Daten und Spuren geschieht, die wir hinterlassen, ist uns zunächst nicht transparent und wahrscheinlich auch egal; wir vertrauen!
Mißtrauen gegenüber den Big-Data-Sammlern
Wie geht das mit dem Misstrauen gegenüber den Big-Data-Sammlern einher? Datenklau, Datenmissbrauch, Industriespionage und Geheimdienstaktivitäten werden in den Medien heftig beklagt, zumindest öffentlich gemacht.
Die Reaktionen sind überraschend und zwar in allen Bereichen, der Politik, der User-Community und auch in Teilen der Wirtschaft: Ist es Gleichgültigkeit oder schon Resignation?
Dafür gibt es Schweigen und Beschwichtigung. Oder steckt mehr dahinter? Vor zwanzig Jahren warnte Pierre Bourdieu, ein französischer Soziologe vor dem folgenden Prozess: „Wie Kleingeld laufen sie überall um: dauerhaftes Wachstum, das Vertrauen der Investoren, öffentliche Haushalte, Sozialsysteme, Erstarrung, Arbeitsmarkt, Flexibilität aber auch Globalisierung, Flexibilisierung, Senkung der Abgabenlast, Wettbewerbsfähigkeit, Produktivität, Deregulierung und so weiter und so fort.“
Wie üppig finanzierte Think Tanks und Intellektuellenzirkel, seit dem Kalten Krieg mit Überlegung organisiert, unermüdlich daran gearbeitet haben und weiter arbeiten, um in Büchern und Zeitschriften und mit Hilfe der Journalisten auch in der Presse dieses neoliberale Denken zu schaffen und zu verbreiten, das heute in den Köpfen der meisten Politiker, rechts wie links, der Journalisten und Kommentatoren sitzt, die in Wirtschaftsdingen nur vage bewandert sind.
Verfolgt man die TV Diskussionen und einige Veröffentlichungen, so scheint der Prozess hierzulande schon prächtig gediehen. Das Bedenkenswerte an dieser Entwicklung ist, dass die Protogonisten auch zum Teil die Trendsetter sind, beziehungsweise diese stark beeinflussen.
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