Magnetische Steckverbinder

Wenn Stecker und Buchse...von selbst zueinander finden

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Entwicklung und Herstellung magnetischer Steckverbinder

Die Entwicklung und Produktion von magnetischen Steckverbindern ist kostenintensiver als die von herkömmlichen Steckerlösungen. Jedoch wird dieses innovative System von Konsumenten oftmals als Produktmehrwert betrachtet und bringt den Firmen so Wettbewerbsvorteile.

Die magnetischen Steckverbinder wie auch die integrierten Kabel sind RoHS konform, die Kabel halogenfrei ausgeführt. Die Willicher Firma bietet Kunden einen umfassenden Komplettservice an, der meist schon bei der Produktentwicklung anfängt.

Als Systemlieferant mit eigenem technischem Knowhow verfolgt das Unternehmen aus Willich die Strategie, das gesamte Eingabesystem und die Montage zu optimieren.

Durch die Mitarbeit deutscher und chinesischer Ingenieure in Willich und eine Niederlassung in Shanghai kennt das Unternehmen den Beschaffungsmarkt in Asien sehr gut und kann den Kunden verschiedene Lösungswege aufzeigen und wettbewerbsfähige Produkte liefern – und das nach europäischen Qualitätsstandards.

Der deutsche Verbindungstechnik-Spezialist vertritt im Bereich Federkontaktstifte die 1983 gegründete Firma C.C.P. Contact Probes aus Taiwan exklusiv in Deutschland und bietet für die Entwicklung von kundenspezifischen Federkontaktstiften, Federkontaktsteckern sowie magnetischen Steckverbindern eine umfassende technische Beratung an.

Die Firma C.C.P. gehört mit zu den Pionieren im Bereich Federkontaktstifte und hält zahlreiche Patente wie zum Beispiel das sogenannte Bias Design (Bild 3).

Das Bias Design für weniger Signalstörungen

Bei diesem Design wird der Kolben an seinem Ende in einem bis zu 18° großen Winkel angeschrägt und so in die Stifthülle verbaut. Dadurch wird bei Betätigen des Federkontaktstiftes ein 100% Kontakt des Kolbens mit der Stifthülse gewährleistet. Dies reduziert die Signalstörung infolge von Vibrationen signifikant.

Das Bias Design wird bei fast allen Federkontaktstiften ab einer Länge von 3,5 mm eingebaut. Bei kleineren Bauweisen wird das sogenannte Back Drill Design (Bild 3) angewandt. Um die kundenspezifisch gewünschte Federkraft zu erreichen, ist bei dieser Konstruktion die eingesetzte Feder länger als der hohle Kolben.

Ball für Stromtragfähigkeit über drei Ampere

Bei hohen Anforderungen an die Stromtragfähigkeit (>3 A) wird das Bias Design um das sogenannte 4P-Design (Bild 3) ergänzt. Wenn der Kolben und die Stifthülse eines Federkontaktstiftes sich bei hohen Strömen durch zu geringe Lateralkräfte nicht richtig verbinden, kann es zu einer starken Erhitzung der Druckfeder kommen.

Um dies auszuschließen werden beim 4P-Design die bisherigen drei Komponenten eines Federkontaktstiftes (Kolben, Druckfeder und Hülse) um einen Edelstahlball als vierte Komponente ergänzt. Dieser Ball wird zwischen dem Kolben und der Druckfeder integriert.

Das Ergebnis dieser Konstruktion ist eine erhöhte Federkraft, eine feste Verbindung von Kolben und Hülse garantiert. Der Stromfluss wird über den Edelstahlball auf die Hülse geleitet.

* Dipl.-Ing. Simon Grüneberg arbeitet bei N&H Technology in Willich als Vertriebsingenieur und ist u.a. spezialisiert auf Federkontaktstifte und magnetische Steckverbinder.

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