Vernetzte Herzversorgung Weniger Vorhofflimmern dank eines vernetzten mobilen EKG-Geräts

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Künftig können Patienten medizinisch validierte EKGs selbstständig von zu Hause aus oder unterwegs erfassen. Möglich wird das durch die Integration eines Kardiologie-Informationssystems in ein mobiles EKG-Gerät. Damit lassen sich auch klinische Routineprozesse einbinden.

Die Integration eines Kardiologie-Informationssystems in ein mobiles EKG-Gerät soll die kardiologische Versorgung verbessern. Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) ist Vorreiter.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Die Integration eines Kardiologie-Informationssystems in ein mobiles EKG-Gerät soll die kardiologische Versorgung verbessern. Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) ist Vorreiter.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) hat als weltweit erste Einrichtung das MUSE-Kardiologie-Informationssystem von GE HealthCare mit dem mobilen EKG-Gerät KardiaMobile 6L von AliveCor integriert. Das ist ein signifikanter Fortschritt in der vernetzten Herzversorgung.

Das KardiaMobile 6L-Gerät erfasst 6-Kanal-EKGs in medizinischer Qualität und identifiziert Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern, Bradykardie und Tachykardie. Die erfassten EKG-Daten werden per Bluetooth an ein Smartphone oder Tablet übertragen, von wo aus sie direkt in das MUSE-System von GE HealthCare gesendet werden können. Diese Verbindung ermöglicht eine nahtlose Integration der EKG-Daten in die Klinik-Workflows und unterstützt schnelle und präzise klinische Entscheidungen.

Vor allem die Patienten profitieren davon. Sie können medizinisch validierte EKGs selbstständig von zu Hause oder unterwegs erfassen. Die EKG-Daten werden dabei unmittelbar, automatisch und sicher in die elektronische Patientenakte und den Klinik-Workflow übernommen. Ärzte sind in der Lage, ohne Zeitverlust auch außerhalb des Krankenhauses auf die aktuellen EKG-Befunde zuzugreifen, diese zu bewerten und direkt in die Versorgung einzubeziehen.

Schneller Zugriff auf aktuelle und historische EKG-Daten

MUSE NX bietet eine sichere, rollenbasierte Integration in elektronische Patientenakten und gewährleistet Ärzten einen schnellen Zugriff auf aktuelle und historische EKG-Daten. Das verbessert nicht nur die kardiologische Versorgung, sondern zeigt auch die Möglichkeiten zur Verbesserung der Datensicherheit, Interoperabilität und klinischen Validierung auf.

Prof. Dr. David Duncker, Leiter des Hannover Herzrhythmus Centrums der MHH, hebt hervor, dass die Einbindung dieser mobilen EKG-Daten die Herzrhythmusversorgung grundlegend transformiert und diagnostische Prozesse beschleunigt. Vorhofflimmern, das europaweit über elf Millionen Menschen betrifft, kann so effizient überwacht werden, was die Anzahl der Krankenhausaufenthalte senkt und die Versorgungskontinuität verbessert.

Datenbasierte medizinische Versorgung verbessern

Die Partnerschaft zwischen GE HealthCare, AliveCor und der MHH geht über bloße technische Entwicklungen hinaus und steht für einen integrativen Ansatz, der datenbasierte medizinische Versorgung weiter optimiert.

„Wir bei GE HealthCare sind stolz auf unsere Zusammenarbeit mit AliveCor und der Medizinischen Hochschule Hannover. Sie zeigt, wie sich moderne Technik und visionäre klinische Führung verbinden lassen. Gemeinsam treiben wir die Grenzen des Machbaren im Gesundheitswesen voran – durch die Kombination der Technologien von GE HealthCare - und AliveCor-Technologie mit der Forschungsstärke und klinischen Exzellenz der MHH. Diese Partnerschaft steht für unser gemeinsames Ziel: grenzenlose Innovation mit echtem Mehrwert für Patientinnen und Patienten, Fachkräfte und die Zukunft der Versorgung“, sagt Balázs Pozsony, Cardiology General Manager International, GE HealthCare. (heh)

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