Passive Sensor-Aktor-Verkabelung Welche Vorteile eine passive Sensor-Aktor-Verkabelung bietet und wo der Einsatz sinnvoll ist

Autor / Redakteur: Jörg Hohmeier* / Ines Stotz

Die passive Sensor-Aktor-Verkabelung ist als dezentrale Lösung zwischen Steuerung auf der einen sowie Sensoren und Aktoren auf der anderen Seite seit vielen Jahren etabliert. Aber was genau ist eine passive Sensor-Aktor-Verkabelung? Wo ist ihr Einsatz sinnvoll? Und welche Möglichkeiten bieten die zahlreichen Produkte? Aufschluss über diese Fragen gibt ein detaillierter Blick auf die Feldinstallation mit ihren drei Evolutionsstufen sowie auf die Einsatzfelder der Komponenten.

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Die Parallelverdrahtung beinhaltet einen grundlegenden Aspekt schon im Namen: die Verdrahtung. Jeder Sensor oder Aktor — auch E/A-Gerät genannt — benötigt beispielsweise eine Spannungsversorgung sowie eine oder mehrere Leitungen für die Übertragung von Signalen. Diese Leitungen oder Litzen müssen mit der Steuerung verdrahtet werden. Werden mehrere E/A-Geräte eingesetzt, müssen zahlreiche parallele Leitungen zur Steuerung geführt werden.

Die passive Sensor-Aktor-Verkabelung wird auch als passives Installationssystem bezeichnet — Sensoren und Aktoren können bei dieser Art der Verkabelung dezentral verkabelt werden. Ermöglicht wird dies durch einen so genannten Sensor-Aktor-Verteiler, der mehrere Steckplätze aufweist, und der über eine mehrpolige Leitung mit der Steuerung verbunden wird. Diese Leitung, auch Stammleitung genannt, ist eine Hybridleitung, die Litzen für Spannungsversorgung und Signale bereitstellt.

Die Geschichte der Feldinstallation zeigt drei strukturell unterschiedliche Evolutionsstufen (Archiv: Vogel Business Media)

Im Verteiler werden Spannungsversorgung und Signale auf die standardisierten Steckplätze verteilt. Diese Verteiler besitzen häufig eine hohe Schutzart und werden in der Nähe der E/A-Geräte installiert. So sind kurze Wege zu den Sensoren und Aktoren möglich, die dann direkt mit den Steckplätzen der Verteiler verkabelt werden. Dank der standardisierten Schnittstellen und Steckverbinder erübrigt sich eine Verdrahtung im Feld — verkabelt werden nur die E/A-Geräte. Sind in einer Anlage mehrere Sensoren oder Aktoren erforderlich, wird nur noch die Stammleitung zur Steuerung geführt.

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