Leiterplattensteckverbinder Welche Vorteile bietet die Schneidklemmtechnik?

Von Kristin Rinortner 3 min Lesedauer

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Manche Anwendungen erfordern einen hohen Toleranzausgleich. Durch den Einsatz eines IDC-Steckverbinders wird dieser garantiert. Ein besonders robuster Rasthebel mit hoher Spannungsrelaxation erweitert den Einsatzbereich in Richtung höherer Steckzyklen.

IDC mit Rasthebel: Bei IDC-Steckverbindern wird die Messerleiste auf ihre Leiterplatte gelötet. Mithilfe der Schneidklemmtechnik stellt sie den Kontakt zwischen Messerleiste und den Adern eines Flachbandkabels her. Im Bild die One27-Federleiste von ept mit Schneidklemmtechnik.(Bild:  ept)
IDC mit Rasthebel: Bei IDC-Steckverbindern wird die Messerleiste auf ihre Leiterplatte gelötet. Mithilfe der Schneidklemmtechnik stellt sie den Kontakt zwischen Messerleiste und den Adern eines Flachbandkabels her. Im Bild die One27-Federleiste von ept mit Schneidklemmtechnik.
(Bild: ept)

IDC-Steckverbindungen (IDC steht für Insulation Displacement Connector, dt. Schneidklemme) haben gegenüber herkömmlichen Leiterplattensteckverbindern zwei große Vorteile: Durch die Kabelverbindungen können je nach Anwendung Toleranzen in alle Richtungen ausgeglichen und individuell erforderliche Leiterplattenabstände realisiert werden.

Eine weitere Anforderung an moderne Anschlusslösungen besteht in der mehrfachen Nutzung eines Steckverbinders. Hintergrund ist der Trend zu modularen Systemen, der es Anwendern ermöglichen soll, im Ersatzfall lediglich einzelne Module auszutauschen – das Gerät selbst ist dann nach Einbau eines neuen Moduls wieder einsatzfähig.

Anforderungen an moderne IDC-Steckverbinder

Durch den häufigen Austausch der Module werden Messer- und Federleiste des Steckverbinders wiederholt zusammengesteckt und wieder getrennt. Diese relativ hohe Zahl an Steckzyklen stellt insbesondere für die IDC-Federleiste eine starke Belastung dar. Dabei spielt vor allem ihr Rasthebel eine tragende Rolle: Er muss die Verbindung zwischen Messer- und Federleiste dauerhaft herstellen, sodass sie auch unter widrigen Einsatzbedingungen wie Vibration und Schock bestehen bleibt.

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Modularisierung hat ept den Steckverbinder One27 IDC mit einem besonders robusten Rasthebel versehen. Dank seiner Doppelkontur federt dieser auch bei einer mehrfachen Betätigung immer wieder in seine Ausgangsposition zurück.

Bei der Konstruktion des IDC-Steckverbinders legte das Unternehmen aus Peiting großen Wert auf eine außerordentliche Robustheit der Verbindungstechnik. Um diese zu gewährleisten, implementierten die Konstrukteure beispielsweise Einführschrägen und Verdrehschutz.

IDC: Robustheit und gute Signalintegrität

Beide Merkmale sorgen bereits bei der Installation des Steckverbinders dafür, dass dieser nicht beschädigt werden kann. Die Kontaktierung auf der gewalzten, glatten Oberfläche der Federleiste minimiert zudem das Risiko von Oberflächenabrieb bei Vibrationen. Der doppelschenklige Federkontakt stellt darüber hinaus sicher, dass stets ein sicherer und zuverlässiger Kontakt gegeben ist.

Das Hauptgütekriterium eines Steckverbinders ist die Signalintegrität. Hierüber entscheidet vor allem die Qualität der Schneidklemmverbindung, über die die Signale geführt werden. Die Schneidklemme muss das Flachbandkabel und die einzelnen Adern dabei zu jeder Zeit in Position halten und darf sie nur geringfügig verformen.

Bild 1: Vergleich der Schliffbilder einer qualitativ minderwertigen Schneidklemm-Verbindung (links) mit hochwertige Schneidklemm-Verbindungen (Mitte und rechts).(Bild:  ept)
Bild 1: Vergleich der Schliffbilder einer qualitativ minderwertigen Schneidklemm-Verbindung (links) mit hochwertige Schneidklemm-Verbindungen (Mitte und rechts).
(Bild: ept)

Eine Verformung kann zu einer mangelhaften Kontaktierung führen und somit die Signalintegrität negativ beeinflussen (Bild 1, links). Darum stellt die Schneidklemme des IDC-Steckverbinders aus Peiting zu jeder Zeit sicher, dass durch ihre geringfügige Verformung alle Einzellitzen kontaktiert werden. Das Gleiche gilt auch für die Verbindung mittels Massivdrahtkabel (Bild 1, Mitte und rechts).

IDC-Steckverbinder für individuelle Kundenanforderungen

Während Kabelverbindungen grundsätzlich eine hohe Flexibilität im Elektronik-Design ermöglichen, geht die Steckerfamilie One27 noch einen Schritt weiter: Anwender können zwischen 12,16, 20, 26, 32, 40, 50, 68 oder 80 Polen wählen und darüber hinaus entscheiden, ob sie die IDC-Federleiste mit Kabelkonfektion oder für individuelle Anforderungen auch lose benötigen.

Entscheidet sich der Anwender für die Kabelkonfektion, hat er die Auswahl aus drei verschiedenen Kabeln: PVC-Kabel, Hochtemperatur-Kabel sowie umweltfreundliche und für den Brandfall geeignete halogenfreie Massivdrahtkabel mit LSZH-Ummantelung (LSZH – Low Smoke Zero Halogen).

Messerleisten für noch mehr Designfreiheit

Die IDC-Federleiste ist darüber hinaus mit allen typgleichen Messerleisten in gewinkelter und gerader Ausführung in unterschiedlichen Bauhöhen kompatibel. So profitieren Anwender weiter von der Flexibilität der Produktfamilie. Wie auch die Federleiste zeichnet sich die Messerleiste durch ihre Robustheit aus. Neben Einführschrägen und Verdrehschutz verfügt die Messerleiste zusätzlich über Boardlocks und Positionierzapfen zur sicheren Installation des Steckverbinders. Die Koplanarität verspricht dabei ein prozesssicheres Löten bei der Verarbeitung. (kr)

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