Würth Elektronik Weiterentwicklung der Polymertechnologie für gedruckte Widerstände

Redakteur: Claudia Mallok

2006 hat der Jahresumsatz mit Polymertechnologie bei Würth Elektronik erstmals die 10-Mio.-€-Grenze überstiegen. Der Leiterplattenspezialist zählt inzwischen über 100 aktive Kunden

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2006 hat der Jahresumsatz mit Polymertechnologie bei Würth Elektronik erstmals die 10-Mio.-€-Grenze überstiegen. Der Leiterplattenspezialist zählt inzwischen über 100 aktive Kunden und hat eine zweite vollautomatische Drucklinie im Reinraum in Betrieb genommen. N

eben den Standardanwendungen für Polymertechnologie wie Tastaturen und Schalter setzen die Spezialisten im Werk Pforzheim verstärkt auf die Weiterentwicklung der gedruckten Widerstände. Im Vordergrund geht es um die Verkleinerung der Geometrien und Toleranzen der Bauteile – die Voraussetzung dafür, dass diese in der Automobil- und Industrieelektronik verbreitete Technik auch in anderen Bereichen zum Einsatz kommt.

Kontaktfläche für Schalter und Tastaturen, Poti oder Widerstand

Aufgetragen mittels Siebdruck, kann die Polymerpaste sowohl als Abschirmung, als Kontaktfläche bei Tastaturen und Schaltern sowie als Potenziometer und als gedruckter Widerstand fungieren. Die Flatcomp-Technologie bietet die Möglichkeit, die Widerstände sowohl auf der Außenlage der Leiterplatte als auch auf der Innenlage zu realisieren. Vorteil: Auf diese Weise lässt sich Platz auf der Leiterplattenoberseite schaffen. Neben den Kostenvorteilen kommen zusätzlich auch logistische Vorteile zum Tragen: Anwendern steht eine teilbestückte und auch vorgeprüfte Baugruppe zur Verfügung, wobei sich der Bestückungsaufwand reduzieren lässt.

Im Hinblick auf Kostenersparnis und Platzbedarf rechnet sich diese Lösung gegenüber der Bestückung der Widerstände, so die Spezialisten bei Würth Elektronik. Bei geringen Schichtstärken von rd. 15 bis 20 µm lassen sich Widerstandswerte von einigen V bis nahe an den MV-Bereich erzielen. Durch einen nachfolgenden Laserabgleich lassen sich ohmsche Widerstände mit Toleranzen von weniger als 65% realisieren.

Darüber hinaus arbeiten die Pforzheimer an der Verbesserung der Standzeiten (Zyklenzahlen). Ziel ist es, die hohen Standzeiten aus den Potenziometeranwendungen auf die Leiterplatte zu übertragen. Hierfür ist es erforderlich, Pastensysteme gezielt zu verbessern und Schleifer entsprechend auszulegen. Damit wäre die Grundlage geschaffen, die Vorteile der bisher noch externen Potenziometer mit der Leiterplatte zu kombinieren.

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