Social Media Marketing für die Elektronikbranche, Teil 1 Was Elektronikunternehmen über Social Media wissen müssen
Viele denken bei Social Media direkt an Facebook, XING, LinkedIn und Google Plus. In den nächsten Teilen dieser Serie werden wir uns mit jedem dieser Netzwerke beschäftigen. Zuvor sind jedoch einige Geisteswandel notwendig, um die wirkliche Bedeutung von Social Media zu verstehen.
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Geisteswandel 1: Social Media findet statt, ob mit Ihnen oder ohne Sie
Einige Unternehmen denken: Wenn wir in Facebook und Co. nicht vertreten sind, kann uns nichts passieren. Leider falsch gedacht. Social Web ist vergleichbar mit einem Radio: Nur weil das Gerät ausgeschaltet ist, bedeutet dies nicht, dass kein Programm gesendet wird. In der heutigen Welt passieren Dinge um Sie herum, die Sie entweder bereit sind wahrzunehmen oder zu ignorieren – aufhören werden sie nicht.
Praxitipp 1: Wenn Sie Mitarbeiter haben, sollten Sie unbedingt wissen, was diese so über Ihr Unternehmen schreiben – z.B. auf der Plattform www.kununu.com. Dort können völlig anonym Unternehmen und Führungskräfte bewertet werden. Wenn Sie nicht rechtzeitig reagieren, werden Sie es früher oder später spüren, denn Banken, Universitätsabsolventen und Bewerber informieren sich immer öfters im Social Web über Unternehmen bzw. den zukünftigen Arbeitsplatz. In einer Zeit, in der wir dem demographischen Wandel ausgeliefert sind, ein entscheidender Vorteil– oder Nachteil, je nachdem, ob Sie Social Media nutzen oder ignorieren.
Praxistipp 2: Das ganze Netz ist voller Foren und Diskussionsplätze, auf denen Ihre Kunden wertvolle Informationen hinterlassen. Sie sollten darüber informiert sein, wer, wo, was und warum über Sie und Ihr Unternehmen, Ihre Produkte und Marken schreibt. Richten Sie sich bei Google (www.google.de/alerts) ein kostenloses Konto ein und geben Sie bei „Suchanfrage“ einfach Ihren Firmennamen, Produktnamen und Marken ein – und bei Bedarf auch die Namen Ihrer Mitanbieter. So wissen Sie zu jeder Zeit, was um Sie herum im World Wide Web passiert.
Geisteswandel 2: Social Media Marketing für B2B Unternehmen ist extrem nützlich
Viele Unternehmen empfinden Social Media als bedrohlich. Begründet wird dies durch den befürchteten Kontrollverlust und die hohe Geschwindigkeit, mit der sich auch negative Informationen verbreiten können. Im B2B-Bereich ist die Zielgruppe, die auf Social Media unterwegs ist, in der Regel kleiner und bietet deshalb einen höheren Grad an Kontrollmöglichkeit.
Praxistipp 3: Es gibt einige Möglichkeiten und Vorteile von Social Media Marketing:
- Steigerung der Bekanntheit und Stärkung der Marke (Branding)
- Verbesserung der Arbeitgebermarke und der Imagebildung
- Stärkung des Vertrauens und Bindung von Kunden durch Dialoge
- Support-Service im Wandel
- Vielfältige Synergieeffekte für Auffindbarkeit in Suchmaschinen wie Google
- Erhöhung der Auffindbarkeit in Suchmaschinen
- Generierung von Firmen-Leads und Bewerbern
- Social Media als Reputationstreiber
Wir werden in den folgenden Teilen unserer Serie auf diese Effekte eingehen und genauer beleuchten.
Geisteswandel 2: Social Media ist ein wichtiger Recherchekanal für Entscheider
Laut der Forrester Studie „How B2B Marketers Use Social Now“ spielt das Social Web eine immer wichtigere Rolle im B2B- Bereich.
Studie A: Auf die Frage “Wie wichtig sind die folgenden Quellen bei der Recherche und Bewertung von B2B-Technologien und Dienstleistungen zum Kauf”, wurden folgende Plattformen genannt:
- Support-Foren oder Foren (63%)
- Virtuelle Events oder virtuelle Messen (47%).
- Online-Videos (46%)
- LinkedIn (40%)
- Blogs (36%)
- Professionelle Social-Networking-Sites ohne LinkedIn, Facebook und Twitter (35%)
- Twitter (19%) und
- Facebook (1%)
- 29% der Entscheider glauben, dass Social Media am effektivsten zur Recherche ist,
- 22% in der Phase der Meinungsbildung
- 17% beim direkten Kauf und 15% während der Exploration.
Studie B: Die die Frage „Welche Kanäle werden für das B2B-Marketing als wichtig angesehen?“ wurde von den Befragten wie folgt beantwortet:
Derzeit wird Facebook als wichtigster Social-Marketing-Kanal zur Lead-Generierung angesehen (92%), gefolgt von LinkedIn mit 85%, Twitter Posts(82%), Online-Communities (79%), Blogs (76%), LinkedIn Diskussionsgruppen (76%), LinkedIn Seiten (76%) und Twitter Offers (74%). Das könnte sich allerdings im laufenden Jahr verschieben, denn ein weiteres Ergebnis der Studie: 48% der Befragten planen, die Nutzung von LinkedIn Diskussionsgruppen und LinkedIn-Seiten im Jahr 2014 zu erhöhen.
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* Sanjay Sauldie ist Erfinder der Internetmarketing-Strategie iROI und Direktor des Europäischen Internetmarketing Institut & Akademie EIMIA
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