Bauteilebeschaffung

Warum Wolfgang Endrich in der Rezession ein eigenes Unternehmen startete

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Die Qualität organischen Kondensatoren wurde lange hinterfragt

Bild 2:  In dieser Drohne sind Antennen von vier verschiedenen Endrich-Lieferanten verbaut sind(Bild:  Endrich)
Bild 2: In dieser Drohne sind Antennen von vier verschiedenen Endrich-Lieferanten verbaut sind
(Bild: Endrich)

Für das weitere Wachstum der Firma Endrich waren vor allem die Beziehungen zu Sanyo und Citizen Electronics ausschlaggebend, die damals in Europa nur mit Büromaschinen bzw. Uhren bekannt waren. Der Vertrieb dieser Produkte war anfangs außerordentlich schwierig, weil sich die Kunden nur langsam von der überragenden Qualität der organischen Kondensatoren überzeugen ließen, und Chip Leuchtdioden noch total unbekannt waren. Die SMD-Technik stand gerade erst am Anfang, und Leuchtdioden erforderten eine völlige Neukonstruktion der Geräte, da man jetzt auf einer Platine nur noch SMD-Bauelemente einsetzen konnte.

In den 90-iger Jahren wurde die „Sechs-Säulen-Philosophie“ kontinuierlich ausgebaut, denn so wurde man unabhängiger von der Konjunktur und konnte zweistellige Zuwachsraten generieren. Die Distributionsbranche unterlag damals noch den Halbleiter-Zyklen und musste Täler von 10 bis 20% pro Jahr durchleben. Da die fernöstlichen Hersteller immer neue Produkte in neuester Technologie auf den Markt warfen, wurde die Firma Endrich zu einer sogenannten „Neuheiten Bude“.

Durch permanente Schulungen der Außendienstmitarbeiter konnte die Firma Endrich vom Vertreter und Distributor zum Stocking Rep und dann zum Bauelemente Importeur und schließlich zu einem Beratungsunternehmen heranwachsen. Heute heißt das Ziel „Solution Selling“, d.h. die Beratung der Kunden, welches Bauelement sich wo und in welcher Kombination sinnvoll einsetzen lässt.

Im Jahr 1990, also 14 Jahre nach der Gründung, erreichte die Firma bereits einen Umsatz von 20 Millionen DM bei einem einbezahlten Stammkapital von 1 Million DM, beschäftigte 40 Mitarbeiter, hatte rund 50 Lieferanten und einen Kundenstamm von 1.000 Firmen. Entsprechend litt die Firma ständig unter Platzproblemen, bis im Jahr 1989 das erste große eigene Bürogebäude errichtet wurde, das dann im Jahr 1994 einen Erweiterungsbau erhielt.

Im Jahre 2012 fand dann der notwendige Generationenwechsel statt. Frau Dr. Christiane Endrich übernahm mit ihrem Ehemann die Geschäftsführung, Frau Ursula Endrich verblieb in der Geschäftsführung, nach wie vor zuständig für Buchhaltung und Finanzen.

Als mittelständisches Distributionsunternehmen setzt Endrich heute weiter auf technische Innovationen. Das Produktprogramm wurde erweitert um Lasermodule, Module für IOT, LTE- und WLAN-Module und um Produkte für Wireless Powercharging.

Mit den Tochterunternehmen zusammen wird ein Umsatz von fast €100 Millionen erwirtschaftet, von den mittlerweile 150 Beschäftigten sind manche bereits seit über 30 Jahren beim Unternehmen. Laut Angaben der Agentur Europartners gehört Endrich mittlerweile zu den 10 größten Distributoren in Europa und exportiert in rund 36 Länder weltweit. Weitere Informationen finden Sie unter www.endrich.com/de.

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