Wärmebildkameras durchlaufen im Werk ein strenges Qualitäts-Managementsystem mit 100% Funktionsprüfung. Aufgrund von Alterungseffekten der elektronischen Komponenten ist jedoch eine jährliche Re-Kalibrierung sinnvoll. Einen Kalibrierservice für die Wärmebildkameras Hikmicro und Hikvision bietet jetzt der tschechische Spezialist Tmvss.
Wärmebildkameras: Anwender sollten ihre Wärmebildkamera regelmäßig kalibrieren, um über lange Zeiträume hinweg genaue Messergebnisse zu erhalten.
(Bild: Hikmicro)
Die Kalibrierung einer Wärmebildkamera sorgt dafür, dass die Bilder der Kamera möglichst exakt in Temperaturwerte umgewandelt werden. Eine perfekt kalibrierte Wärmebildkamera leitet aus den bildgebenden Komponenten der Kamera, die die Infrarotstrahlung erfassen, genau die Temperaturwerte ab, die mit der tatsächlichen Temperatur des gemessenen Objekts übereinstimmen.
Dabei ist eine genaue Temperaturmessung alles andere als trivial, denn die eingehende Wärmeenergie stammt nicht nur von dem zu messenden Objekt, sondern umfasst auch Reflexionen von den Komponenten der Kamera sowie die internen Temperaturschwankungen innerhalb der Kamera.
Um diese Einflüsse zu berücksichtigen und auszugleichen, durchlaufen Wärmebildkameras des chinesischen Herstellers Hikmicro bereits ab Werk einen umfassenden Kalibrier- und Justageprozess. Dies stellt sicher, dass alle Pixel der bildgebenden Komponenten der Kamera konsistent auf Wärme – also auf Infrarotenergie – reagieren. Danach wird die eingehende Wärme-Energie in einer kontrollierten Umgebung mit bekannten Temperaturpunkten abgeglichen. Diese Daten werden verwendet, um ein Messmodell zu erstellen, das perfekt auf das jeweilige Objektiv und den Temperaturbereich der Kamera zugeschnitten ist.
Warum müssen Anwender ihre Kamera kalibrieren lassen?
Alle Wärmebildkameras des chinesischen Herstellers werden vor dem Verlassen des Werks dieser strengen Temperaturkalibrierung unterzogen. Das gewährleistet die Temperaturmessgenauigkeit des Geräts, wenn es an den Benutzer ausgeliefert wird. Alle Mess-Systeme, also auch Thermografiekameras, können jedoch mit der Zeit hinsichtlich der Genauigkeit abweichen: Die elektronischen Kamerakomponenten altern und die ursprüngliche Kalibrierung verändert sich, was zu ungenauen Daten führen kann. Bei einigen Anwendungen ist das zwar kein großes Problem, wenn beispielsweise keine exakten Werte gemessen werden müssen. Bei manch anderen schon.
Um das zu vermeiden und um sicherzustellen, dass sie auch weiterhin zuverlässig thermische Anomalien erkennen und genaue Temperaturmesswerte erhalten, sollten Anwender ihre Kamera regelmäßig ordnungsgemäß warten und kalibrieren lassen. Empfohlen wird eine jährliche Kalibrierung, um sicherzustellen, dass auch geringfügige Veränderungen nicht unentdeckt bleiben.
Um diesen Service schnell und unkompliziert zu gewährleisten, hat Hicmicro mit dem in Prag ansässigen Partner Tmvss einen Kalibrierungsservice-Vertrag geschlossen. Mit dieser Vereinbarung wird Tmvss zur offiziellen Drittanbieter-Anlaufstelle für die Kalibrierung von Hikmicro- und Hikvision-Wärmebildkameras.
„Mit Tmvss gewinnt Hikmicro einen erfahrenen Service- und Vertriebspartner in Europa, der über langjähriges Knowhow im Wärmebildkamera-Sektor verfügt“, erklärt Jenny Chen, Europe Sales Manager des chinesischen Herstellers.
Woher wissen Anwender, ob ihre Kamera neu kalibriert werden muss?
Dafür gibt es prinzipiell zwei einfache Tests. Wenn man mit einer Wärmebildkamera Messungen von kochendem Wasser vornimmt, erwartet man einen Messwert von etwa 100 °C (abhängig von den Umgebungsbedingungen wie Luftdruck, der von der jeweiligen Höhe über dem Meeresspiegel abhängig ist). Umgekehrt kann man einen Messwert von etwa 0 °C erwarten, wenn man schmelzendes Eis thermografiert. Sofern die gemessenen Messwerte deutlich von diesen zu erwartenden Temperaturen abweichen, muss eine Wärmebildkamera neu kalibriert werden. Dabei sollte man allerdings beachten, dass diese einfachen Tests nur als Indikatoren dienen können, ob eine Kamera dringend neu kalibriert werden muss. Eine regelmäßige, im Idealfall jährliche Kalibrierung können sie also nicht ersetzen.
Was sind die Vorteile einer (Re-)Kalibrierung?
Eine regelmäßige Kalibrierung gewährleistet die Genauigkeit der gemessenen Temperatur und stellt gleichzeitig die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit der Kamera sicher, da das Gerät den internationalen Standards entspricht. In der Praxis reduzieren Anwender dadurch nicht nur die Gesamtbetriebskosten, sondern auch doppele Arbeit sowie das Risiko von Falschdurchläufen und Falschausfällen – die Qualität der Ergebnisse bleibt erhalten.
Eine regelmäßige Rekalibrierung stellt ebenfalls sicher, dass die Ausrüstung den Produktionskontroll-Standards entspricht und weltweite Qualitätsstandards eingehalten werden. Damit vermeiden Anwender nicht nur das Risiko von Nachprüfungen und Nacharbeit, sondern sie steigern auch die Zufriedenheit ihrer Kunden, denn der Einsatz regelmäßig kalibrierter Geräte verbessert das Image eines Unternehmens und erhöht die Kundenakzeptanz. (kr)
Stand: 08.12.2025
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