Angemerkt Warum Sie Unternehmensziele auf Kaffeetassen drucken sollten
Neulich hatte ich die Gelegenheit, einen Vortrag von Professor Gunter Dueck zu hören. Der studierte Mathematiker und frühere Chief Technology Officer von IBM Deutschland hat wie nur wenige die Gabe, über den Tellerrand der eigenen Profession zu blicken und Zusammenhänge der Technikwelt aufzuzeigen. Darüber hinaus karikiert Dueck wiederholt das schwierige Verhältnis zwischen Managern und Ingenieuren.
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Eine Beobachtung seines Vortrags betraf das Thema Meetings. Insbesondere spießte Dueck eine ganz spezielle Art von Krisenmeetings auf. Sie entstehen dadurch, dass sich manche Manager unrealistische Ziele setzen („wir wollen doppelt so schnell wachsen wie der Gesamtmarkt und sicherheitshalber legen wir noch ein paar Prozent drauf, sonst bekommen wir Haue von den Analysten“) und dann merken, dass diese Ziele nicht erreicht werden können, obwohl die ganze Firma ohnehin schon im Panik-Modus operiert.
Daraufhin werden überstürzt Krisenmeetings einberufen, denn „anders kann man die Mitarbeiter ja nicht erreichen“. Das stiehlt den Mitarbeitern aber Zeit, die Resultate werden eher schlechter als besser, dann werden wieder Meetings einberufen. Laut Professor Dueck soll so etwas durchaus vorkommen - und zwar gar nicht so selten.
Wie löst man dann das Problem, Mitarbeiter auf ehrgeizige Unternehmensziele einzuschwören? Dueck hatte einen interessanten Vorschlag: Die Unternehmensziele auf Kaffeetassen drucken (etwa in der Art „Wir werden die Nummer 1!“). Das wirkt angeblich nachhaltiger als jeder noch so gut gemeinte Appell in einem Meeting.
Apropos Kaffeetasse: Manche Leute kleben sich Merkzettel an die Kaffeetasse. Falls Sie dazugehören, hätte ich einen Vorschlag für Sie: Am 14. und 15. September findet in München unser IoT-Kongress statt. Der Call for Papers für Vorträge hat bereits begonnen - bitte reichen Sie unter der Adresse www.iot-kongress.de Ihren Themenvorschlag ein. Ich freue mich auf Sie!
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