Energiesparende Displaylösung

Warum sich der Einsatz eines E-Ink-Displays lohnen kann

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Grafische EPDs werden in der Regel mit einem integrierten (COG-)Treiber angeboten, was schon allein der großen Anzahl an Segmenten/Pixel geschuldet ist, die angesteuert werden müssen. Auch reguläre/kundenspezifizierte Segment-EPDs werden auf Kundenwunsch mit einem geeigneten Treiber versehen. Je nach verwendeter EPD Art sind COG- (Chip-on-Glass-), COF- (Chip-on-Flex-) oder COB- (Chip-on-Board-)Treiber einsetzbar.

Mit höherer Auflösung > 200 x 300 Pixel ausgestattete grafische EPDs verwenden separate Gate- und Source-Treiber, die sich jeweils miteinander kaskadieren lassen, um die benötigte Auflösung bedienen zu können. Oft wird in solchen Fällen noch ein Steuer-Controller vorgeschaltet, um den Mikrocontroller zu entlasten und die Kommunikation mit den Gate- und Source-Treibern zu vereinfachen.

Sorgfältige Planung des E-Ink-Einsatzes

Kommt ein E-Paper zum Einsatz, dann sollte man sich bereits in der Planung Gedanken machen. Neben E-Book-Readern und ESL-Projekten entstehen in der Uhrenindustrie, dem Facility Management sowie der Fitnessbranche zusätzliche Anwendungen. Ein E-Paper ist technisch nur bedingt dafür ausgelegt, kontinuierlich Anzeigeänderungen vorzunehmen. Das hat technische Ursachen und hat Einfluss auf Lebensdauer und Stromspareffekt. Ein deutlich höherer Stromverbrauch wäre dann die Folge.

Auch sind die Reaktionszeiten eines EPD für einen „Refresh“ nicht mit anderen Display-Typen zu vergleichen, da sie höher liegen. Neben der Frage nach der Häufigkeit der Datenübermittlung sollten weitere Überlegungen angestellt werden: In welchem Umfeld soll das Produkt eingesetzt werden? Kommt das Display in Gebäuden oder im Freien zum Einsatz? Welche Randbedingungen und Besonderheiten müssen berücksichtigt werden? Wird es bei Raumtemperatur oder bei extrem tiefen- oder hohen Temperaturen, verwendet?

Die spezifizierten Werte für die durchschnittliche Betriebstemperatur liegen für E-Paper bei 0 bis rund 50 °C, und somit oft außerhalb für Industrieanwendungen. Werden die spezifischen Betriebstemperaturbereiches dauerhaft über- oder unterschritten, sollten geeignete Schutzmaßnahmen berücksichtigt werden. Bei Minusgraden verlieren EPDs schnell an Kontrast und Lesbarkeit, was bis zum Ausfall führt. Wird das Display bei hohen und oberhalb der Maximaltemperatur liegenden Werte betrieben, kommt es zu irreparablen Schäden.

* Andreas Hellwig ist bei ADKOM Elektronik in Rechberghausen für E-Paper-Displays verantwortlich.

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