Warum Edison die Glühlampe nicht erfand

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7. Der „Anyway Up Cup“

Auch in modernen Zeiten werden Patente geklaut, wie die Geschichte der Erfinderin Mandy Haberman erzählt. Die Mutter von drei Kindern und Firmengründerin eines Unternehmens, das Babyartikel verkauft, kam sie eines Tages auf die Idee, eine Tasse für Kleinkinder zu entwickeln, aus der das Kind absolut nichts verschütten kann: den „Anyway Up Cup“.

Sie meldete ein Patent an und bot den Becher einigen großen Firmen zum Kauf an. Der Großkonzern Jackel International Limited kopierte daraufhin die Erfindung, ohne das Patent zu erwerben und brachte den Becher unter seiner Marke „Tommee Tippee“ heraus. Haberman traut sich, den Großkonzern zu verklagen – und gewinnt.

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8. Der intervallgeschaltete Scheibenwischer

Dem Erfinder Robert Kearn kam die Idee, Scheibenwischer auch intervallgesteuert zu entwickeln, sodass man die Wischer an die jeweilige Regenmenge anpassen kann. 1962 meldete er sein Patent an, das fünf Jahre später genehmigt wurde. Kearn versuchte, seine Erfindung großen Autokonzernen zu verkaufen, die jedoch ablehnten.

1969 baute Ford ungefragt den ersten Intervallscheibenwischer in seine Autos, was Kearn so entsetzte, dass er einen Nervenzusammenbruch erlitt. Ein langer Prozess gegen große Automobilfirmen begann, den er erst 1990 gewann: Ford musste ihm 10,2 Millionen Dollar Schadensersatz zahlen und Chrysler mehr als 20 Millionen Dollar.

9. Papiertütenmaschine

Margaret Knight war eine der ersten Frauen, der es gelang, ein Patent zu erlangen – nur um es dann geklaut zu bekommen. Die klassischen braunen Papiertüten, wie sie heute noch zum Einkaufen verwendet werden, waren früher ohne flachen Boden gefaltet.

Knight kam die Idee, Tüten mit einem flachen Boden zu entwickeln – und baute sogleich das Holzmodell einer automatisierten Maschine, die diese Tüten herstellt. Der Maschinist Charles Annan, der mit ihr in der Firma arbeitete, stahl ihren Entwurf und wollte ihn selbst patentieren lassen. Knight wehrte sich erfolgreich vor Gericht und gründete die Eastern Paper Bag Co.

10. Die Glühlampe

Thomas Edison ist für vieles bekannt, unter anderem für die zahllosen Patente, die er anmeldete. Auch die Glühlampe soll er erfunden haben. Tatsächlich hat jedoch der Brite Joseph Swan das erste Patent auf eine funktionierende und nutzbare Glühbirne angemeldet.

Er entwickelte ab 1860 seine Glühlampe, 1878 gelang ihm die Entwicklung der ersten brauchbaren elektrischen Glühlampe, die er patentieren ließ. Edison verbesserte die Glühlampe von Swan und meldete zwei Jahre später ein Patent an, was zu Patentrechtsstreitigkeiten führte. Der Erfinder Swan und Edison wurden sich jedoch rasch einig und gründeten die gemeinsame Firma Ediswan. Der Ruhm der Erfindung wird bis heute jedoch Edison zugeschrieben.

* Der Beitrag erschien im Original auf unserem Schwesterportal elektrotechnik

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