Hessisches Kooperationsprojekt Vorteile von Brennstoffzellen-Gabelstaplern für die Logistik

Redakteur: Margit Kuther

Die Brennstoffzellen-Technologie ermöglicht eine völlig neue Generation an Staplern.

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Brennstoffzellen-Gablerstabler: Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich beim Projektstart am 4. März 2013 in Frankfurt/Main
Brennstoffzellen-Gablerstabler: Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich beim Projektstart am 4. März 2013 in Frankfurt/Main
(Bild: H2BZ-Initiative Hessen)

Beim innerbetrieblichen Transport und Umschlag von Waren sind Gabelstapler unentbehrliche Helfer. Dabei sollen die Gabelstapler möglichst energiesparend und klimafreundlich betrieben werden.

Dank der Brennstoffzellentechnologie ist nun eine völlig neue Generation an Staplern möglich. Sie beziehen ihre Energie aus Wasserstoff, der mittels Brennstoffzelle an Bord in elektrischen Strom umgewandelt wird und zum Fahren und Bewegen der Stapler dient.

Hessisches Kooperationsprojekt

Die beiden positiven Eigenschaften schnelles Betanken der verbrennungsmotorischen Stapler sowie der emissionsfreie Elektroantrieb von E-Staplern werden in einem Wasserstoff-Brennstoffzellen-Stapler vereint.

Um hessischen Unternehmen die Vorzüge dieser neuen Technologie für eine grüne Logistik zu vermitteln, wurde nun ein Kooperationsprojekt gestartet. Kernstück ist ein Brennstoffzellen-Gabelstapler, der in den nächsten Monaten von der Frankfurter Niederlassung der Firma Still testweise an mehrere Unternehmen ausgeliehen werden kann.

Er wird mitsamt einer mobilen Wasserstofftankstelle bereitgestellt, die von der Firma GHR aus Ober-Mörlen im Rahmen eines hessischen Förderprojekts entwickelt wurde. An dem vom Hessischen Ministerium für Umwelt und Energie finanziell unterstützen Projekt sind neben Still und GHR auch die Firma H2Logic sowie die Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen e.V. und die Hessen Agentur beteiligt.

Keine langen Ladezeiten bei Wasserstoff-betriebenen Fahrzeugen

Das Handling der Wasserstoff-betriebenen Fahrzeuge erfolgt so, wie man es von normalen verbrennungsmotorischen Fahrzeugen gewohnt ist. Im Vergleich zu den reinen Batterie-Elektro-Staplern entfallen die langen Ladezeiten oder das Wechseln der Akkus.

Da die Verfügbarkeit dieser Technologie im Logistik-Bereich noch nicht weitreichend bekannt ist, können noch keine großen Stückzahlen produziert werden, wodurch die Brennstoffzellen-Stapler als noch nicht wirtschaftlich einzustufen sind. Genau hier setzt das hessische Kooperationsprojekt an:Interessierte Logistik-Unternehmen sollen die Vorteile der neuen Technik selbst erfahren können.

In den USA werden Brennstoffzellen-Stapler bereits eingesetzt

In den USA werden Brennstoffzellen-Stapler aufgrund besserer Rahmenbedingungen schon heute vermehrt eingesetzt. Dank entsprechender Förderung ist dies für die Unternehmen heute schon wirtschaftlich. In Deutschland setzt man darauf, über eine erhöhte Nachfrage nach den umweltfreundlichen Brennstoffzellen-Staplern sowie geeignete Rahmenbedingungen für Zulassung und Betrieb deren Kosten nachhaltig zu senken.

Zu den ersten Gabelstapler-Anwendern, die im Rahmen des Projekts den Stapler für drei bis vier Wochen testen wollen, zählen LUG aircargo handling, Hassia Mineralquellen und Viessmann.

„Dieses Projekt ist ein Leuchtturmprojekt in Deutschland und als Informationskampagne einmalig“, so Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich beim Projektstart am 4. März 2013 in Frankfurt am Main. Die Ministerin selbst steuerte den Brennstoffzellen-Gabelstapler souverän über das Gelände der Frankfurter Still-Niederlassung und demonstrierte eine Betankung mit Wasserstoff an der mobilen Tankstelle.

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