Fachsymposium Mikrosystemtechnik Vom autonomen Fahren bis zum Lab-on-a-Chip für die Medizin
Experten konnten sich auf dem zweitägigen Symposium zum Thema Mikrosystemtechnik an der Hochschule in Landshut umfassend austauschen. Insgesamt boten 32 Vorträge ganz unterschiedliche Einblicke in die Welt der kleinen Systeme.
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Zwei Tage diskutierten etwa 100 Experten der Mikrosystemtechnik an der Hochschule in Landshut über Themen wie das autonome Fahren, Industrie 4.0 in der Produktionstechnik oder das Lab-on-a-Chip in der Medizintechnik. Organisiert wird die Veranstaltung alle zwei Jahre vom Cluster Mikrosystemtechnik: 32 Vorträge boten Einblicke und Erkenntnisse. Dabei wurde beim Symposium wie bereits in den letzten Jahren der Begriff der Mikrosystemtechnik sehr weitläufig interpretiert, wie. Prof. Dr. Ivanov, wissenschaftlicher Leiter der Veranstaltung und Sprecher des Forschungsschwerpunktes Elektrotechnik und Systemintegration der Hochschule Landshut, einleitend erklärte.
Er bedankte sich beim Fachkomitee, einem Expertengremium, das durch sein Engagement die Grundlage für die Qualität der Vorträge und auch der Beiträge im parallel erschienenen Tagungsband schaffe. Der Tagungsband zum Symposium 2016 ist über den Cluster Mikrosystemtechnik zu beziehen.
Vakuumnanoelektronik in der Elektronik
Prof. Dr. Rupert Schreiner (Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg) plädierte in seinem Vortrag über Vakuumnanoelektronik für die Renaissance einer alten Technik für moderne elektronische Anwendungen. Die früher häufig eingesetzten Röhren böten durch die Miniaturisierung bis in den Nanobereich ganz neue Anwendungsmöglichkeiten, vom Gas- oder Drucksensor über Röntgenquelle bis hin zu speziellen Lampen oder von neuen Bildröhren.
Im zweiten Vortrag präsentierte Dr. Wolfram Knapp Besonderheiten für die MEMS- und NEMS-Technik bei der Spannungsfestigkeit bei Abständen unter 10 µm, ein Thema, das für die weitere Miniaturisierung von Bauteilen eine wichtige Rolle spielt. Beispielsweise durch ein abgerundetes Design in der Elektroden- und Leiterbahnführung oder Oberflächen mit geringer Rauigkeit könne man sich vor Spannungsdurchschlägen unter 10 µm schützen. Bei Abständen unter 3 µm träten Mikroentladungen auf, die stark von der physikalischen Bedingungen und den Eigenschaften des elektrischen Stromkreises abhängen.
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