Ein Blick hinter die Kulissen Vielfältige Aufgaben mit einem Ziel: „Das Projekt im Fokus“

Redakteur: David Franz

Sie verfügen über technisches Know-how und Organisationstalent. Sie besitzen die Fähigkeit, Mitarbeiter zu motivieren und Themen eigenständig voranzutreiben. Gleichzeitig stehen sie in engem Kundenkontakt: Ingenieure im Projektmanagement.

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Dr. Ingo Gruber, Projektmanager im Geschäftsbereich „Messtechnik“ bei Rohde & Schwarz: Sein Job als „der Kümmerer“ ist es dafür zu sorgen, dass jeder seine Aufgaben kennt und im Sinne des Projektplans fristgerecht erfüllen kann.
Dr. Ingo Gruber, Projektmanager im Geschäftsbereich „Messtechnik“ bei Rohde & Schwarz: Sein Job als „der Kümmerer“ ist es dafür zu sorgen, dass jeder seine Aufgaben kennt und im Sinne des Projektplans fristgerecht erfüllen kann.
(Rohde & Schwarz)

Ihr Job erfordert ein hohes Maß an Flexibilität und eine große Portion Leidenschaft – denn der Arbeitsalltag ist von den vielfältigsten Aufgaben geprägt. So auch bei Dr. Ingo Gruber, Projektmanager im Geschäftsbereich „Messtechnik“ bei Rohde & Schwarz.

Eigentlich sei er auf klassischem Wege ins Projektmanagement gekommen, sagt Dr. Ingo Gruber, wenn er auf seinen Berufseinstieg vor acht Jahren zurück blickt. „Nach meinem Studium der Elektrotechnik und der Promotion habe ich bei Rohde & Schwarz zunächst als Entwickler angefangen.“ Bereits nach kurzer Zeit übernahm Gruber die Funktion eines stellvertretenden Projektleiters. Und schließlich als Projektleiter sein erstes kleines Projekt als Abspaltung des existierenden Projekts, das aufgrund der Größe geteilt wurde.

Seine aktuelle Aufgabe wurde ihm mit den Worten angeboten: „Es gibt ein neues Projekt mit hohem Ausbaupotenzial. Haben Sie Lust dazu?“ Das Interesse war geweckt. „Diese neue Herausforderung hat mich sehr gereizt und ich nahm selbstverständlich an. Schon in den Jahren zuvor habe ich gemerkt, dass mir die Arbeit als Projektmanager viel Spaß macht. Unterdessen läuft das Projekt im vierten Jahr.“

Heute kann man den Erfolg seiner Arbeit auch an der Mitarbeiterzahl ablesen: Das internationale Projektteam umfasst mittlerweile 20 Elektroingenieure und Informatiker. Die eine Hälfte seines Teams sitzt wie er in München, die andere in Indien. Gemeinsam entwickeln sie in Teilprojekten Testprogramme für Betreiber von Mobilfunknetzen. Diese nutzen die Produkte von Rohde & Schwarz, um die Konformität von Mobilfunkgeräten bezüglich der vorhandenen Netzinfrastruktur sicher zu stellen. „Unser Team ist jedoch nicht für die Entwicklung aller Testprogramme, sondern nur für den Teil verantwortlich, der die Leistungsfähigkeit von Mobilfunkgeräten aus Endkundensicht (z.B. Geschwindigkeit oder Stromverbrauch) prüft. Im Grunde geht es um die Prüfung von Mobiltelefonen unter speziellen Bedingungen“, erklärt Gruber.

Es ist vor allem die Internationalität, die Dr. Ingo Gruber an seinem Job besonders reizt: „Eine gewisse Reisetätigkeit gehört einfach zu meinem Job. Man bekommt einen guten Einblick, was unsere weltweit verteilten Kunden wirklich benötigen und sieht unsere Lösungen aktiv im Einsatz. Ein tolles Gefühl. Zudem schätze ich das direkte Kundenfeedback“, resümiert Gruber.

Auch die Teamzusammensetzung ist international: Neben Mitarbeitern aus Deutschland komplettieren Entwickler aus Amerika, Spanien, Indien, der Tschechischen Republik und China das Team um Gruber. Wie man solch ein internationales Team leitet? Hier ist laut Gruber eine gute Kommunikation gefragt: „In zweiwöchentlichen Meetings besprechen wir alle aktuellen Herausforderungen und mögliche Probleme. Ansonsten kommunizieren wir per E-Mail oder Telefon – ein Job, der so schnelllebig ist, erfordert eine tägliche Abstimmung.“

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Projektmanager: Allround-Talente im Berufsallalltag

Bei Rohde & Schwarz läuft die Entwicklung von Teilprojekten im Bereich Messtechnik nach einem rollierenden Prinzip. Sobald die Endphase eines Teilprojektes abzusehen ist, ist es die Aufgabe der Projektmanager, neue Entwicklungsanträge für Nachfolgeprojekte zu stellen, die neue Lösungs- bzw. Teilaspekte implementieren. So betreut Dr. Ingo Gruber immer zwischen zwei und drei Teilprojekte parallel und muss in der Lage sein, viele Vorgänge gleichzeitig verfolgen zu können.

Im Fokus stehen dabei immer drei Dinge: Die Zeit, die die Entwicklung eines Produkts braucht, die Kosten, die dabei entstehen und die Qualität des Produkts. Kriterien, an denen letztendlich seine Leistung gemessen wird. So hält Gruber besonders die laufenden Entwicklungskosten und den Projektplan im Blick. „Natürlich plant man die einzelnen Schritte im Vorfeld ausführlich, doch der Projektplan ist durch sich schnell verändernde Marktprioritäten einem ständigen Wandel unterzogen.“

Gleichzeit hält Dr. Ingo Gruber die Fäden in der Hand: „Ich stehe nicht nur in ständigem Kontakt mit meinen Teamkollegen, sondern auch mit unserem Marketing, anderen Projektleitern und den Kunden.“ Jede Partei hat andere Ansprüche an das zu entwickelnde Produkt, die er als Projektmanager in Einklang bringt. Je enger die Abstimmung mit allen Parteien, desto erfolgreicher ein Projekt: „Unser Tagesgeschäft ist knallhart – the winner takes it all. Während der Erste am Markt mit seiner neuen Lösung noch einen großen Anteil am Geschäft erhält, bekommt der Zweite einen kleinen Anteil, der Dritte geht bereits leer aus. Das verleitet viele Unternehmen dazu, nicht die technisch ausgereifteste Lösung anzubieten. Unser Bestreben ist es natürlich, mit unseren Testprogrammen beides zu erreichen.“

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