Strategie für eine starke Robotikindustrie VDMA fordert europäische Robotik-Offensive

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Die europäische Robotik- und Automatisierungsbranche steht unter Druck: Während Asien und Nordamerika mit massiven Investitionen ihre Wettbewerbsfähigkeit ausbauen, droht Europa zurückzufallen. Das meint der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), warnt in seinem neuen Strategiepapier vor den Konsequenzen.

Der VDMA fordert europäische Robotik-Offensive: Strategiepapier setzt klare Prioritäten.(Bild:  KI-generiert)
Der VDMA fordert europäische Robotik-Offensive: Strategiepapier setzt klare Prioritäten.
(Bild: KI-generiert)

Das Strategiepapier "Leveraging Robotics and Automation for a Resilient and Competitive Europe" hebt acht Handlungsfelder hervor, um Europas Position in der globalen Technologielandschaft zu sichern:

  • 1. Robotik als politische Priorität: Jedes europäische Land sollte eine nationale Robotik- und Automationsstrategie entwickeln, um Innovation und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
  • 2. Fachkräftesicherung durch Bildung: Frühe STEM-Förderung in Schulen, Investitionen in MINT-Studiengänge und gezielte Einwanderungspolitik sind entscheidend, um dem Fachkräftemangel zu begegnen.
  • 3. Investitionsanreize für Automatisierung: Steuerliche Vergünstigungen und gezielte Förderprogramme sollen Unternehmen den Einstieg in Automatisierung erleichtern, insbesondere in unterentwickelten Sektoren wie Bau, Landwirtschaft und Gesundheitswesen.
  • 4. Mehr Kapital für Innovation: Europa muss mehr Wagniskapital mobilisieren. Die erfolgreiche "Tibi-Initiative" Frankreichs könnte als Vorbild dienen.
  • 5. Technologische Spitzenposition verteidigen: Europa muss regelmäßig seinen Fortschritt in Robotik und KI mit Asien und Nordamerika vergleichen und nationale sowie europaweite Technologie-Roadmaps entwickeln.
  • 6. Skalierbarkeit sichern: Innovationen müssen nicht nur entwickelt, sondern auch industriell skaliert werden. Chinas Strategie zeigt, wie dies erfolgreich gelingt.
  • 7. Regulatorische Hürden abbauen: Flexiblere und schnellere Genehmigungsverfahren sowie "regulatorische Sandkästen" sollen Innovationen fördern, ohne Sicherheitsstandards zu senken.
  • 8. Akzeptanz für Automatisierung steigern: Eine umfassende Aufklärungskampagne soll die Vorteile der Robotik für Gesellschaft und Wirtschaft verdeutlichen

Laut VDMA ist schnelles Handeln gefragt. "Wir haben keine Zeit zu verlieren", betont Dr. Dietmar Ley, Vorsitzender des VDMA Robotik + Automation. "Unser neues Strategiepapier ist ein Aufruf an die Politik in ganz Europa, die Weichen dafür zu stellen, Europa mit Robotik und Automatisierung wettbewerbsfähiger und widerstandsfähiger aufzustellen. Machen wir uns an die Arbeit."

Der Verband appelliert an die politischen Entscheidungsträger auf EU- und nationaler Ebene, die vorgeschlagenen Maßnahmen zügig umzusetzen. Angesichts der zunehmenden Automatisierung in China und den USA könne Europa es sich nicht leisten, weiter zuzusehen.

Der VDMA vertritt rund 3.600 Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus in Europa und setzt sich für Innovation, Mittelstandsförderung und Exportstärkung ein. Der Fachverband "Robotik + Automation" umfasst mehr als 415 Mitgliedsunternehmen und ist eine zentrale Plattform der Branche. (mc)

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