Anton van Zanten

Vater des ESP wird für sein Lebenswerk geehrt

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Wichtigstes Sicherheitssystem nach dem Gurt

Seit ihrer Serien-Einführung bei Mercedes-Benz im Jahr 1995 hat die elektronische Stabilitätskontrolle laut einer Unfallstudie der Robert Bosch GmbH etwa 260.000 Verkehrsunfälle verhindert und allein in Europa rund 8500 Leben gerettet. Gemäß der US National Highways Traffic Safety Administration (NHTSA) verhindert das ESP ein Drittel der sonst tödlichen Verkehrsunfälle. Dies macht das ESP zum wichtigsten Fahrzeugsicherheitssystem nach dem Sicherheitsgurt.

Sowohl in der EU als auch in Australien, Japan, Russland, Israel, Kanada und den USA ist das ESP in allen Neufahrzeugen Pflicht. Die lebensrettende Technologie bietet einen erheblichen Vorteil gegenüber Sicherheitsgurten und Airbags: Das ESP verhindert Verkehrsunfälle, während Sicherheitsgurt und Airbag nur die Verletzungsrisiken mindern.

Bis heute wurden bei Robert Bosch mehr als 150 Millionen ESP-Systeme hergestellt. Das System hat mehr als 110 Auszeichnungen gewonnen - unter anderem wurde van Zanten im Jahr 1999 mit dem Porsche-Preis ausgezeichnet.

Van Zanten selbst ist 2003 in den "aktiven" Ruhestand gegangen. Seither lehrt er an mehreren Universitäten und berät führende Automobilunternehmen. Die Zukunft der Verkehrssicherheit beeinflusst er durch seine Erfindungen weiter: Die Entwicklung neuer Fahrassistenzsysteme wie Second Collision Mitigation (SCM) basiert auf dem ESP. Die neue Technologie soll drohende Unfälle verhindern, indem ein vorausschauender Bremsassistent bei Gefahr vorbeugend eine Notbremsung einleitet.

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