Erholung nach Cyberangriff Vartas Produktion läuft nach einem Monat weitestgehend wieder

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Eine Cyberattacke auf die IT-Infrastruktur von Batterie- und Speicherprodukthersteller Varta hat die Produktion in den fünf Werken im Februar 2024 zum Stillstand gebracht. Das Unternehmen bestätigt nach einem Monat, dass weitestgehend wieder produziert wird. In der Verwaltung aber hakt’s weiterhin.

Bei Varta werden immer noch die Auswirkungen der Cyberattacke bekämpft.(Bild:  Varta AG)
Bei Varta werden immer noch die Auswirkungen der Cyberattacke bekämpft.
(Bild: Varta AG)

Aufatmen bei Varta: Gegenüber dem österreichischen ORF bestätigte Unternehmenssprecher Christian Kucznierz am 11. März 2024, dass die Produktion des Energiespeicher- und Batterieherstellers weitestgehend wieder laufe. Sprich: In den fünf Werken des Unternehmens werden inzwischen wieder Kundenaufträge abgearbeitet.

Das ist keine Selbstverständlichkeit. Zur Erinnerung: In der Nacht vom 12. auf den 13. Februar 2024 war die IT-Infrastruktur von Varta Ziel einer Cyberattacke geworden. Als schützende Maßnahme mussten alle Maschinen der Verwaltung und der Produktion, die mit dem Internet verbunden waren, vom Netz getrennt werden. IT-Forensiker und Datenanalysten prüften anschließend die schrittweise Wiederinbetriebnahme der Systeme. Zumindest im Bereich der Produktion läuft’s inzwischen also wieder größtenteils rund. Anders sieht das laut Aussagen von Kucznierz in der Verwaltung aus.

Systeme der Verwaltung nicht oder nur eingeschränkt verfügbar

Verständlicherweise habe man sich im Unternehmen erst einmal darauf konzentriert, die Fertigungsvorgänge wieder zum Laufen zu bekommen, damit auch ein Großteil der Angestellten die Arbeit aufnehmen kann. Von der Kundenseite, so Kucznierz, habe man viel Verständnis gezeigt.

In der Verwaltung aber gibt es weiterhin Systeme, die nicht oder nur eingeschränkt genutzt werden können. Mails, die zwischen dem 12. und 18. Februar etwa an Varta geschickt wurden, sind definitiv verloren; Ansprechpartner im Haus sollten im besten Fall über ihre Mobilnummer kontaktiert werden.

Man werde noch eine Weile damit beschäftigt sein, die Auswirkungen des Cyberangriffs in den Griff zu bekommen. Des Weiteren gibt es keine weiteren Details dazu, wer hinter der Attacke steckt und ob Varta den Angreifenden etwa Geld gezahlt hätte. Es ist nicht bekannt, ob auf die IT-Systeme von Varta eine Ransomware-Attacke ausgeführt würde; in dem Fall wäre die Zahlung eines „Lösegelds“ vorstellbar. (sb)

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