sglux UV-Photodioden schließen Lücke im Angebot
UV-Photodioden auf der Basis von Siliziumcarbid (SiC) sind zentrale Komponenten in einer Vielzahl von Anwendungen, von der Prozessüberwachung bis zu biomedizinischen Analysen. Durch die enge Zusammenarbeit von Forschung und Industrie ist es gelungen, eine wichtige Lücke in der Versorgung mit diesen Chips zu schließen. Die nun verfügbaren SiC-UV-Photodioden gehören zu den weltweit leistungsfähigsten.
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SiC-basierte Photodetektoren liefern vor Ort wichtige qualitative und quantitative Informationen über die eingesetzte UV-Strahlung. Sie werden unter anderem bei der Überwachung und Steuerung von Anlagen zur UV-Desinfektion eingesetzt, um etwa Luft oder Wasser zu entkeimen, zur UV-Flammenüberwachung sowie zur Härtung von Lacken und Klebstoffen.
Die im Rahmen einer Kooperation des Ferdinand-Braun-Instituts, Leibniz-Institut für Höchstfrequenz¬technik (FBH) und des Leibniz-Instituts für Kristallzüchtung (IKZ) mit dem Berliner Unternehmen sglux Sol Gel Technologies GmbH entwickelten SiC-UV-Photodioden gehören zu den leistungsfähigsten derzeit erhältlichen Halbleiter-Detektoren im UV-Bereich von 200 nm bis 380 nm.
Sie zeichnen sich insbesondere durch ihre hohe „visible blindness“ von >1010 aus – damit sind sie unempfindlich für sichtbare Strahlung. Mit ihrem sehr niedrigen Dunkelstrom von <5 fA sind sie selbst für empfindliche Messungen geeignet. Dunkelstrom fließt auch bei Abwesenheit von UV-Strahlung und ist deshalb bei geringer Bestrahlung störend.
Die Dioden zeigen darüber hinaus eine große Strahlungsfestigkeit, das heißt sie bleiben auch bei langer Bestrahlung stabil. Zudem schließen sie eine wichtige Lücke, die entstanden war, als der weltweit einzige kommerzielle Hersteller derartiger Photodioden seine Produktion einstellte. Damit stand international kein gleichwertiger Ersatz zur Verfügung.
Im Rahmen des Berliner Förderprogrammes Transfer BONUS wurde nun der Herstellungsprozess der UV-SiC-Photodioden erfolgreich von 2- auf 3-Zoll-Wafer übertragen. Dies wurde notwendig, weil 2-Zoll-Wafer nicht mehr kommerziell verfügbar sind und ermöglicht gleichzeitig, höhere Stückzahlen kosteneffizient zu produzieren.
Durch die bereits heute sehr große Nachfrage erwartet sglux für das laufende Jahr signifikante Umsatzsteigerungen und wachsende Mitarbeiterzahlen. Diese Entwicklung ist zugleich ein Beispiel für erfolgreichen Technologietransfer.
(Quelle: IDW)
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