Internet der Dinge Urbana und QSC entwickeln Plattform zum Energiemanagement von Gebäuden
Der Hamburger Energiedienstleister Urbana realisiert zusammen mit Q-loud, einer Tochtergesellschaft des Telekommunikatinsunternehmens QSC, eine Plattform für intelligentes Energiemanagement von Gebäuden.
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Als Basis der gemeinsamen Lösung dient die von Q-loud entwickelte IoT-Plattform namens solucon. Damit werden Geräte wie Wärmemengenzähler, Auslesegeräte für Gas- und Stromzähler oder Temperatursensoren sicher miteinander vernetzt. So lassen sich Funktionen zur Steigerung der Energieeffizienz leicht umsetzen.
Mit der Plattform von Urbana und Q-loud werden die Verbrauchsdaten aller angeschlossenen Geräte zentral gesammelt und mittels einer Analysesoftware anonym ausgewertet. Dabei können sogar bestehende Analogzähler kostengünstig in das System integriert werden.
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Durch Einbeziehung von Wettervorhersagedaten kann zum Beispiel die Steuerung der Heizungsanlage für zukünftige Ereignisse optimiert und somit weiter verfeinert werden. Vernetzte Sensoren geben zusätzlich einen Überblick über die tatsächliche Situation vor Ort. Die Umsetzung ist für mehr als 1000 Liegenschaften innerhalb der nächsten sechs Monate geplant.
„Als zentrale Intelligenz ist ‚solucon‘ immer verfügbar. So können wir auch große Datenmengen unablässig einsammeln und auswerten“, erläutert Thomas Surwald, Geschäftsführer von Q-loud. Er ergänzt: „Eine Optimierung des Energieverbrauchs besteht ja nicht nur darin, die Heizung herunter zu drehen und das Licht auszuschalten. Für ein smartes Energiemanagement müssen vielmehr alle Variablen in das komplexe System von Wirkfaktoren mit einbezogen und ausgewertet werden.“
Die so genannte Zero-Downtime-Architektur, also der gleichzeitige Betrieb in mehreren geographisch getrennten Rechenzentren von QSC in Deutschland, erlaubt außerdem einen Betrieb von solucon ohne Wartungsfenster und schließt einen Totalausfall praktisch aus.
Eine offene Programmierschnittstelle bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Erweiterung und zur Integration der Lösungen in Drittanbietersysteme. Mit dem so genannten solucon-Chip kann außerdem ein standardisiertes Funk-Modul als Bauteil in bestehende Hardware leicht integriert werden.
Frank Jarmer, Geschäftsführer von Urbana Energiedienste, freut sich über die Zusammenarbeit mit Q-loud: „Mit dieser Kooperation realisieren wir für einen ersten Kunden nun den entscheidenden Schritt, die Energieversorgung von Quartieren mit dem Internet der Dinge zusammenzubringen. Im Sinne unserer Kunden heben wir so neue Potenziale, die die energetische Versorgung von Gebäuden weiter optimiert.“
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