Kienbaum-Studie Unternehmen verschenken das Potenzial ihrer Mitarbeiter als Markenbotschafter
Viele Deutsche Unternehmen vernachlässigen das Potenzial ihrer Mitarbeiter als Markenbotschafter. Dies zeigt eine aktuelle Kienbaum-Studie. Zwar verfügen 69 % der Firmen über eine Strategie für ihre Arbeitgebermarkenführung oder setzen diese bereits um, ebenso viele Unternehmen vernachlässigen jedoch noch die Möglichkeiten, die ihnen die eigenen Mitarbeiter als Markenbotschafter eröffnen.
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Laut Kienbaum-Studie bildet bislang nur jedes vierte Unternehmen eigene Mitarbeiter zu Markenbotschaftern aus. Nur jede fünfte Firma organisiert Markenschulungen für die Belegschaft oder setzt interne Brand-Scouts ein.
„Wird eine Marke von den eigenen Mitarbeitern im Unternehmen nicht gelebt, sind die durch cross-mediale Kommunikationsmaßnahmen nach außen vermittelten Versprechen nicht authentisch. Identifizieren sich die Mitarbeiter aber mit der Marke, dann machen sie die unternehmerischen Interessen zu ihren eigenen und zeigen bei der Arbeit für ihr Unternehmen Begeisterung und hohes Engagement“, erklärt Erik Bethkenhagen, Geschäftsführer von Kienbaum Communications.
Employer Branding soll nach innen und außen wirken
Die Unternehmen wollen mit ihrer Arbeitgebermarkenführung sowohl externe als auch interne Zielgruppen erreichen: Mehr als 70 % der von Kienbaum befragten Firmen sehen die Employer Brand vor allem als wichtigen Faktor, um sich als Unternehmen nach außen attraktiv zu präsentieren.
Mit dieser Marke wollen sie zum einen ihre Arbeitgeberattraktivität und Bekanntheit bei den relevanten Zielgruppen steigern und zum anderen die besten Talente rekrutieren und Stellen mit weniger Aufwand adäquat besetzen.
Darüber hinaus haben zwei Drittel der Unternehmen als Ziele für die interne Kommunikation definiert, dass sie mit ihren Employer-Branding-Aktivitäten die Mitarbeiter besser an sich binden und deren Identifikation mit dem Arbeitgeber erhöhen wollen.
Einigen Firmen fällt es schwer, ihre Arbeitgebermarke nach innen zu kommunizieren
Rund ein Viertel der Befragten ist noch auf der Suche nach geeigneten Maßnahmen, um ihre Employer Brand nach innen zu stärken.
Zwar haben viele Teilnehmer der Kienbaum-Studie bereits geeignete Instrumente für die externen Zielgruppen entwickelt, jedoch haben sie offenbar Schwierigkeiten diese externen Botschaften in geeignete Kommunikationsformen für die eigenen Mitarbeiter zu übersetzen.
56 % setzen auf Work-Life-Balance, 54 % auf ein geeignetes Kompetenzmodell und 58 % nutzen den Onboarding-Prozess, um sich als attraktiver Arbeitgeber nach innen zu positionieren.
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