D-Sub Gewinnspiel Unsere interessanteste D-Sub-Applikation kommt aus der Medizintechnik
ERNI Electronics und ELEKTRONIKPRAXIS haben in den vergangenen Monaten interessante Anwendungen gesucht, in denen D-Sub Steckverbinder verwendet werden. Der Gewinner steht jetzt fest: Es ist Matthias Grün von Möller Medical in Fulda für die von ihm eingereichte Applikation, das Gerät LiquoGuard7.
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Der bereits im Jahr 1952 von ITT-Cannon entwickelte D-Sub Steckverbinder gehört zu den wohl populärsten Steckverbinder-Bauformen für Datenverbindungen. Heute findet man den D-Sub in vielen Produkten in der Industrie- und Konsumelektronik, der Datentechnik, aber auch in High-end-Applikationen.
Der Gewinner Matthias Grün von Möller Medical erhält für seine D-Sub Einreichung zum Gerät LiquoGuard7 ein iPad Air mit 64 GByte Speicher. Herzlichen Glückwunsch! Darüber hinaus erhalten alle Einsender Trikots der deutschen Fußball-Nationalmannschaft als kleines Dankeschön für ihre Teilnahme.
Die D-Sub-Applikation

Man entnimmt Liquor durch eine Punktion des Rückenmarkkanals (Lumbalpunktion) um z.B. Entzündungen im Bereich des Nervensystems (Meningitis, Enzephalitis, Myelitis, Polyradikulitis) nachzuweisen, die bei einer Infektion des Gehirns und/oder des Rückenmarks durch Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten oder aufgrund einer Autoimmunerkrankung (beispielsweise Multiple Sklerose) auftreten.
Das Gerät LiquoGuard7 drainiert die Liquorflüssigkeit kontrolliert und misst gleichzeitig den CSF-Druck (Cerebrospinal Fluid). Die Volumen- oder Druck-gesteuerte Drainage erfolgt vollautomatisch, zusätzlich wird Flüssigkeit zur Unterstützung der NPH-Diagnostik (Normal pressure hydrocephalus, Normaldruckhydrozephalus) infundiert. Damit weist das Gerät zahlreiche Verbesserungen zu herkömmlichen externen ventrikulären Liquor-Drainagesystemen (EVD) auf. Weitere Informationen zum Gerät finden sich hier.
Funktionsweise des Gerätes
Zur Erfassung des Liquordrucks werden bei LiquoGuard7 verschiedene Sensoren verwendet. Typischerweise misst man Drücke im Bereich 10 bis 30 mm Hg, wobei die Auflösung der verwendeten Sensoren 25 µV/mm Hg beträgt. Da das Gerät bis zu vier voneinander unabhängige Sensoren (jeweils vier Leitungen pro Sensor VDD, GND, S+, S-) unterstützt, bestand die Herausforderung bei der Entwicklung einerseits darin, einen robusten und kostengünstigen, andererseits aber auch kompakten Steckverbinder hierfür auszuwählen. Die Wahl fiel auf einen D-Sub 26 HD Steckverbinder, der als Schnittstelle die benötigte Anzahl an Kontakten bereit stellt und zusätzlich einen sehr kompakten Aufbau aufweist.
Die Juroren prämierten diese Applikation u.a. deswegen, weil der klassische D-Sub als Schnittstelle mit anderen/modernen wie USB, Ethernet/LAN etc., eingesetzt wird. Zudem handelt es sich um eine moderne neurochirurgische Anwendung, einem brandaktuellen Forschungsgebiet.
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