Vertex Connection and Merging bei Pixar

"Unmöglicher" Algorithmus spart Hollywood-Trickfilmern enorme Rechenzeit

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Photon-Mapping als Monte-Carlo-Prozess formuliert

Zusammen mit Iliyan Georgiev, Doktorand an der Saarbrücker Graduate School of Computer Science, Jaroslav Krivanek von der Karls-Universität in Prag und Thomas Davidovic vom Intel Visual Computing Institute hat Professor Slusallek Ende 2012 einen neuen mathematischen Ansatz entwickelt, der beide Verfahren auf geschickte Art miteinander kombiniert. Die Forscher formulierten Photon-Mapping mathematisch als einen Monte-Carlo-Prozess und konnten es damit direkt in das Monte-Carlo Path-Tracing-Verfahren integrieren.

Pro Pixel eines Bildes entscheidet das neue Verfahren jetzt automatisch (über sogenanntes Multiple-Importance-Sampling), welche der beiden Strategien am besten geeignet ist, die Beleuchtung an dieser Stelle zu berechnen. Slusallek und seine Kollegen wiesen zudem nach, dass das neue Rechenverfahren das korrekte Ergebnis liefert und dieses viel schneller berechnen kann.

Das auf den Namen „Vertex Connection and Merging“ getaufte und mit VCM abgekürzte Verfahren wurde 2012 nicht nur auf der für Computergrafik international wichtigsten Konferenz, der „Siggraph“, weltweit anerkannt, sondern erhielt auch aus der Wirtschaft einen besonderen Ritterschlag.

Pixar nutzt VCM für die Renderman-Software

„Wir wissen von vier Firmen, die VCM teilweise bereits wenige Monate nach der Veröffentlichung unseres Papers in ihre kommerziellen Produkte integriert haben“, so Slusallek. Jüngstes Beispiel sei die gerade vorgestellte, neue Version der Software Renderman aus dem Hause Pixar.

„Das ist seit Jahrzehnten das wichtigste Werkzeug der Filmindustrie. Dass darin VCM arbeitet, darauf sind wir sehr stolz“, sagt Slusallek. Das kalifornische Unternehmen Pixar, bekannt für Filme wie „Toy Story“, „Oben“, „Findet Nemo“, „Die Monster AG“, gehört zum Medienkonzern Walt Disney Company. Seinen Namen erhielt es ursprünglich von Apple-Mitgründer Steve Jobs. Das Unternehmen hat bereits zwölf Oscars für seine Filme erhalten.

In ihrer neuesten Publikation, die ebenfalls von der gerade im kanadischen Vancouver stattfindenden Konferenz „Siggraph“ akzeptiert wurde, zeigt die Forschergruppe um Philipp Slusallek, dass sich das neue VCM-Verfahren sehr effizient auf hoch-parallelen Grafikprozessoren implementieren lässt. Diese Forschungsarbeiten wurden unter anderem durch den US-amerikanischen Halbleiterkonzern Intel finanziert, auf deren Siggraph-Stand sie jetzt auch erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Wie Elektronik immer stärker die Filmindustrie prägt:

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