Angemerkt Und täglich grüßt der Superakku … aber wann kommt er endlich?

Von Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

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Stellen Sie sich einmal ein Leben ohne Akkus vor! Wäre das nicht erschreckend? Smartphone und Laptop würden nicht funktionieren, auch Akkuschrauber und elektrische Zahnbürste nicht. Gleiches gilt für Staubsaugerroboter, E-Bikes, Elektroautos und alle anderen akkubetriebenen Geräte.

Thomas Kuther: : „Asiatische Forscher haben beim Feststoffakku die Nase deutlich vorn. Dreiviertel der Patente kommen aus Fernost.“(Bild:  ELEKTRONIKPRAXIS)
Thomas Kuther: : „Asiatische Forscher haben beim Feststoffakku die Nase deutlich vorn. Dreiviertel der Patente kommen aus Fernost.“
(Bild: ELEKTRONIKPRAXIS)

Tatsächlich sind Akkus aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Angesichts dessen geht mir das Herz auf, wenn ich tagtäglich Schlagzeilen lese wie „Feststoffbatterie – die Zukunft des Elektroantriebs“, „Nur noch drei Minuten an der Ladesäule: Harvard-Professor stellt Super-Akku für E-Autos vor“, „Feststoffakkus sind die neuen Hoffnungsträger für die E-Mobilität“ oder auch „Super-Akkus vor dem Durchbruch“.

Heute am weitesten verbreitet sind Lithium-Ionen-Akkus. Aber auch an anderen Akkutypen wird weltweit geforscht, etwa an Zink-Ionen-Akkus, Natrium-Ionen-Akkus oder Akkus aus Aluminium, Schwefel und Salz. Noch ist deshalb offen, welches der Akku der Zukunft sein wird. Aus heutiger Sicht ist der aussichtsreichste Kandidat der Feststoffakku, der statt eines flüssigen, brennbaren Elektrolyten einen nicht brennbaren Feststoffelektrolyten verwendet, was die Sicherheit deutlich erhöht.

Derzeit werden Feststoffakkus zwar noch nicht in Massen gefertigt, aber schon längst setzen Forscher weltweit auf diese Technologie. „Über 2.200 Unternehmen und Forscher rund um den Globus haben Patente zu Festkörperbatterien angemeldet. Mehr als die Hälfte der Patente stammt aus den vergangenen drei Jahren“, weiß Jens Koch, Partner der Patent- und Rechtsanwaltskanzlei Grünecker und Mitautor der Grünecker-Patentstudie 2022 „Wettlauf zur neuen Super-Batterie“. Allerdings zeigt die Studie auch, dass fast 75 Prozent dieser Patentanmeldungen aus China, Japan und Südkorea kommen. Das zeigt ganz klar, dass die Asiaten einen enormen Vorsprung gegenüber dem Westen haben. Aber auch deutsche Automobilhersteller setzen auf den Feststoffakku als Energiespeicher in Elektrofahrzeugen, allen voran der Autobauer BMW, der laut Grünecker-Studie mehr Patente vorweisen kann, als VW und Mercedes zusammen. Angesichts dieser Ergebnisse wird klar, dass sich westliche Hersteller sputen müssen, wenn sie nicht von ihren asiatischen Mitbewerbern abgehängt werden wollen.

Noch mehr über Akkutechnologien und Ladesysteme erfahren Sie auf dem Batteriepraxis Forum der ELEKTRONIKPRAXIS, das im Rahmen des Power Kongresses vom 18. bis 19. Oktober 2022 im Vogel Convention Center Würzburg stattfindet, oder in einem unserer Batterie-Seminare.

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