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Ultrafiltration als Herzstück der Trinkwasseraufbereitung
Eines der modernsten Wasserwerke entlang der Ruhr betreiben die Stadtwerke der sich am Fluss gegenüberliegenden Städte Menden und Fröndenberg gemeinsam. Mit einem mehrstufigen Filterverfahren können dort bis zu 600 Kubikmeter Rohwasser pro Stunde zu hochwertigem Trinkwasser aufbereitet werden. Das Flusswasser der Ruhr hat bereits eine Passage durch Sandfilter und den Untergrund hinter sich, bevor es zunächst eine mechanische Vorfilterung durchläuft. Sind alle gröberen Bestandteile beseitigt, gelangt das Wasser in ein System aus Ultrafiltrationsmembranen der inge GmbH.
An die Ultrafiltration schließen sich drei weitere Schritte an, die eine hohe Qualität des Trinkwassers aus der Ruhr sichern: Ein Aktiv-Kohle-Filter entfernt weitgehend eventuelle organische Spurenstoffe wie Arzneimittelreste und die folgenden Flachboden-Belüfter entsäuern das Wasser. Bestrahlung mit UV-Licht sorgt für die abschließende Desinfektion. Weitere moderne Aufbereitungsanlagen, die als Herzstück die innovativen Multibore Membranen einsetzen, arbeiten etwa in Trier, die das Wasser einer Talsperre nutzt, und in Männedorf in der Schweiz, wo ebenfalls Oberflächenwasser in die Trinkwasserversorgung eingespeist wird.
"Wasserfilter stärker gefragt"
Interview mit Bruno Steis, Vorsitzender der Geschäftsführung der inge GmbH
Ist die Herstellung von Wasserfiltern ein zukunftsweisendes Geschäft?
Steis: Wasser ist nicht nur überlebenswichtig für uns Menschen, sondern wird auch in fast allen industriellen Prozessen gebraucht. Die natürlichen Wasserressourcen nehmen immer weiter ab. Bevölkerungswachstum und Industrialisierung verstärken diese Tendenz. Hinzu kommt, dass die knapper werdenden Frischwasservorräte durch ungereinigtes Abwasser verschmutzt werden. Daher bin ich überzeugt, dass die Nachfrage nach unseren Filtern in Zukunft weiter zunehmen wird.
In welchen Anwendungsfeldern sind die Produkte der inge GmbH besonders gefragt?
Steis: Unsere Filter können für alle Arten der Wasseraufbereitung eingesetzt werden. Die Einsatzmöglichkeiten gehen von der kleinen Aufbereitungsanlage im Haus bis hin zur Wasserversorgung von ganzen Städten oder in industrielle Anwendungen wie der Versorgung einer Meerwasserentsalzungsanlage oder einer Stahlproduktion mit Prozesswasser.
Erwarten sie in bestimmten Regionen der Erde ein besonders starkes Wachstum?
Steis: Die wichtigsten Wachstumsmärkte sind für uns Asien, allen voran China, wo mit dem Bevölkerungswachstum und der steigenden Wirtschaftsleistung auch der Wasserbedarf stark ansteigen wird. Darüber hinaus steht der gesamte Mittlere Osten aufgrund seines Mangels an Trinkwasser im Fokus, wo unsere Technologie beispielsweise beim Bau großer Meerwasserentsalzungsanlagen eingesetzt wird.
Water Solutions von BASF
Know-how über Membranmaterial gilt als der entscheidende Erfolgsfaktor für Innovationen auf dem Gebiet der Polymermembranen. Seit der Akquisition im Jahr 2011 durch die BASF hat die inge GmbH Zugang zum Know-how der BASF Polymerexperten und ergänzt als Wachstumsfeld das Angebot der weltweit tätigen BASF Water Solutions. Die leistungsstarken Produkte von BASF werden rund um den Globus in hochmodernen World-Scale-Anlagen hergestellt. Dies macht BASF zu einem verlässlichen Partner für die Wasserindustrie.
* Christian Boehme arbeitet als Senior Manager Media Relations bei BASF SE
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