Heyfra Electronic Übernahme durch Weidmüller Gruppe und Umfirmierung zur Weidmüller Heyfra GmbH
Weidmüller-Gruppe mit Sitz in Detmold hat zum 1. Juni 2008 alle Anteile an der Heyfra Electronic GmbH in Eisleben übernommen. Gleichzeitig wird der Auftragsfertiger in Weidmüller Heyfra umbenannt. Geschäftsführer bleibt Dietmar Franke, der zudem Leiter des strategischen Geschäftsfeldes „Kommunikationselektronik“ innerhalb der Weidmüller-Gruppe ist.
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Nach der Mehrheitsbeteiligung der Weidmüller-Gruppe an der Heyfra Electronic GmbH in der Lutherstadt Eisleben hat Weidmüller (Umsatz 2007: über 500 Mio. €) zum 1. Juni 2008 alle Unternehmensanteile übernommen. Damit untermauere Weidmüller seine Entscheidung, Heyfra zum Kompetenzzentrum für Kommunikationselektronik mit Schwerpunkt Industrial Ethernet auszubauen. Im August 2007 wurden bereits alle Weidmüller-Aktivitäten zur Entwicklung und Fertigung von Industrial Ethernet Produkten für die dezentrale Automation am Standort in Eisleben gebündelt.
Weidmüller Heyfra bietet Dienstleistungen von der Entwicklung analoger bzw. digitaler Feldbus-, Automatisierungs- und Steuerungstechnik bis hin zur Produktion kleiner und mittlerer Stückzahlen. Am Standort in Eisleben sind 110 Mitarbeiter beschäftigt. Das 1994 gegründete Unternehmen hat im Jahr 2007 über 6 Mio. € Umsatz erzielt.
„Wir gehen unseren strategischen Weg weiter, der bevorzugte Partner von passgenauen Lösungen für die Verbindung, Übertragung, Konditionierung und Verarbeitung von Energie, Signalen und Daten zu werden“, kommentiert Weidmüller-Vorstandssprecher Dr. Joachim Belz. „Weidmüller Heyfra gehört zu den technologischen Spitzenunternehmen, die über eine hohe Kompetenz bei industriellen Kommunikationssystemen verfügt. Das werden wir weiter ausbauen und neben der Sicherheit in Datennetzen auch Sicherheit bei Arbeitsplätzen anbieten“, erklärt Belz.
Investitionen in Forschun und Entwicklung sowie die Produktion
Weidmüller werde in den nächsten Jahren erkennbar in das Kompetenzzentrum investieren. So ist der Ausbau der Forschung und Entwicklung geplant. Darüber hinaus werden die bestehenden Gebäude für die Produktion von elektronischen Baugruppen und Kommunikationssystemen erweitert. „Unsere Kunden werden von der deutlich besseren Servicebreite profitieren. Das betrifft sowohl den Service, die Technologie als auch das OEM Know-how für die Entwicklung und Herstellung von Geräten und Systemen“, so Geschäftsführer Dietmar Franke.
Ein wesentliches Ziel von Weidmüller Heyfra Electronic sei es, die Stärken im traditionellen Bereich der elektrischen Verbindungstechnik mit Hard- und Software der Elektronik zu integrieren. Damit biete Weidmüller ein durchgängiges Produktportfolio für Energie-, Signal- und Datennetzwerke zwischen der SPS oder dem IPC auf der Steuerungsebene einerseits und Sensoren/Aktoren auf der Feldebene andererseits. Die Steuer- und Feldebene selbst stehe nicht im Mittelpunkt der Weidmüller-Aktivitäten.
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