Weidmüller-Gruppe Überdurchschnittliches Wachstum

Redakteur: Andrea Hackbarth

Der führende Anbieter von Lösungen für die Übertragung von Energie, Signalen und Daten im industriellen Umfeld, hat im Geschäftsjahr 2006 seinen Umsatz um 15 Prozent auf 443 Mio. Euro erhöht. Die Devise für die Zukunft heißt unabhängig von externen Faktoren werden, so die Vorstände der Weidmüller-Gruppe Dr. Joachim Belz und Werner Dilly anlässlich einer Pressekonferenz auf der Hannover Messe.

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Regional gesehen ist und bleibt Deutschland für Weidmüller der wichtigste Einzelmarkt. Im übrigen Europa konnte der Umsatz von 197 Mio. auf 223 Mio. Euro gesteigert werden. Zu diesem Anstieg um 13 Prozent hat neben den etablierten Gruppenunternehmen in Spanien, Italien und Großbritannien insbesondere das schwedische wesentlich beigetragen.

Mit Blick auf das Jahr 2007 und darüber hinaus hat sich Weidmüller zum Ziel gesetzt, stärker aus eigener Kraft zu wachsen und sich weiter von externen Faktoren abzukoppeln. Dazu Dr. Joachim Belz: „Indem wir eine eigene Firmenkonjunktur etablieren, werden wir in unserer Entwicklung unabhängiger von externen Faktoren der Branche und damit von allgemeinen, weltweiten Wirtschafts-, Markt-, Branchen- und Konjunkturzyklen.“ Für Belz ist das positive Geschäftsergebnis von 2006 die ideale Basis, das Unternehmen aus einer Position der Stärke heraus auszurichten für die Erfolge der Zukunft.

Stärker aus eigener Kraft wachsen

Drei wesentliche Bereiche umfasst diese Ausrichtung. Zum einen ist es geplant, die Applikationskompetenz weiter auszubauen. Zusätzlich will Weidmüller in die klassischen Technologiefelder wie E-Mechanik und elektrische Verbindungstechnik deutlich investieren und neue Technologien aufbauen, das betrifft vor allem die Bereiche Schaltschrankelektronik und industrielle Netzwerkinfrastruktur. Und last but not least soll auch das gesamtunternehmerische Leistungsprofil der Weidmüller-Gruppe am Markt positioniert werden. Dazu Belz: „Wenn wir als deutsches Unternehmen erfolgreich am Markt bleiben wollen, müssen wir uns über die Leistung differenzieren und nicht über den Preis.“

Dieser Kompetenzaufbau im Unternehmen soll zum einen durch eine weitere Erhöhung der Investition in Forschung und Entwicklung erreicht werden. Der Branchendurchschnitt liegt für die Elektrotechnik im Automatisierungsumfeld bei etwa sieben bis acht Prozent vom Umsatz. Der Anteil der Investitionsausgaben in Relation zum Umsatz betrug bei Weidmüller im Jahr 2006 rund 7 Prozent. 21,1 Mio. Euro wurden dabei für die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen aufgewendet, 11,5 Mio. Euro investierte das Unternehmen in die Beschaffung und Fertigung neuer Produktionswerkzeuge. Für die nächsten Jahre sind Aufwendungen im zweistelligen Bereich geplant.

Laut Werner Dilly soll das Unternehmen zukünftig stärker als bisher zentral von Detmold aus strategisch gesteuert werden und gleichzeitig soll sich Weidmüller in den einzelnen Märkten mit ihren jeweiligen lokalen Besonderheiten regionalspezifisch entwickeln.

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