Produktionsstart ab 2028 TSMC rüstet japanisches Werk auf 3-nm-Verfahren auf

Von Sebastian Gerstl 1 min Lesedauer

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Die Gerüchte aus dem Februar haben sich bestätigt: TSMC richtet seine zweite Fabrik in Japan auf 3-nm-Technologie aus. Der Schritt markiert einen Strategiewechsel hin zu der Fertigung von fortschrittlicheren Prozessknoten auch außerhalb Taiwans.

Der TSMC-Standort der Japan Advanced Semiconductor Manufacturing im japanischen Mumamoto. Wie aus einem Antrag von TSMC an die Regierung Taiwans hervorgeht, solll der Standort auf das N3-Verfahren aufgerüstet werden. Bereits 2028 sollen dort Wafer nach dem 3-nm-Fertigungsprozess entstehen.(Bild:  JASM)
Der TSMC-Standort der Japan Advanced Semiconductor Manufacturing im japanischen Mumamoto. Wie aus einem Antrag von TSMC an die Regierung Taiwans hervorgeht, solll der Standort auf das N3-Verfahren aufgerüstet werden. Bereits 2028 sollen dort Wafer nach dem 3-nm-Fertigungsprozess entstehen.
(Bild: JASM)

TSMC plant, in seiner zweiten Fabrik in Japan im Jahr 2028 mit der Installation der Ausrüstung und dem Anlauf der Massenproduktion von 3-nm-Chips zu beginnen. Das geht aus einer aktualisierten Einreichung bei der taiwanesischen Regierung hervor. Vorgesehen ist eine monatliche Kapazität von 15.000 12-Zoll-Wafern auf Basis des 3-nm-Prozesses.

Damit vollzieht der Auftragsfertiger in Japan einen erkennbaren Strategiewechsel. Frühere Planungen für die beiden japanischen Werke hatten vor allem Fertigungstechnologien im Bereich von 40 nm, 22/28 nm, 12/16 nm und 6/7 nm vorgesehen. Mit der geplanten 3-nm-Produktion rückt nun ein deutlich fortschrittlicherer Technologieknoten in den Fokus des zweiten Standorts.

Technologisch ist das Vorhaben vor allem mit Blick auf die steigende Nachfrage nach leistungsfähigen Halbleitern relevant. 3-nm-Chips spielen insbesondere dort eine wichtige Rolle, wo hohe Rechenleistung, Energieeffizienz und kompakte Integration gefragt sind. Genannt werden in diesem Zusammenhang vor allem High-Performance-Anwendungen und zunehmend auch Anforderungen aus dem Automobilbereich.

Die Expansion in Japan ist Teil von TSMCs breiterem Kapazitätsausbau außerhalb Taiwans. Bereits zuvor hatte das Unternehmen Investitionen von mehr als 20 Milliarden US-Dollar für die erste und zweite Fabrik in Japan in Aussicht gestellt. Die erste Anlage hat Ende 2024 die Serienproduktion aufgenommen, während die zweite Fabrik voraussichtlich ebenfalls in der Region Kumamoto entstehen soll. (sg)

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