Geschäftsaussichten Trotz Sparmaßnahmen: Die Wende bei Intel bleibt aus

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Intel hat im vierten Quartal 2025 weniger Verlust gemacht als erwartet; an der strukturellen Gemengelage ändert das jedoch wenig. Zwar sinken die Ausgaben deutlich, gleichzeitig bleiben zentrale Wachstumstreiber hinter dem zurück, was viele im KI-Zyklus erwartet hätten.

Intels Verantwortliche verkündeten am 22. Januar 2026 die Jahresumsätze 2025.(Bild:  Intel Corp.)
Intels Verantwortliche verkündeten am 22. Januar 2026 die Jahresumsätze 2025.
(Bild: Intel Corp.)

Wie geht es Intel, nachdem sich der weltbekannte US-Konzern ein strenges Sparprogramm auferlegt hat? Die Zahlen für das vierte Quartal 2025, die am 22. Januar 2026 veröffentlicht worden sind, fallen zumindest relativ nüchtern aus. Intel hat das Jahr 2025 mit einem schwächeren vierten Quartal abgeschlossen. Der Verlust fiel immerhin geringer aus als von vielen Analysten befürchtet, doch der Rückgang der Umsätze zeigt, dass sich die operative Lage nur langsam stabilisiert. Besonders auffällig ist dabei, dass der Konzern vom aktuellen KI-Boom deutlich weniger profitiert als viele Wettbewerber. Im Jahresvergleich heben sich die Umsatzzahlen ebenfalls nicht ab. 2024 meldeten Intels Verantwortliche 53,1 Milliarden US-Dollar Umsatz, für das Jahr 2025 52,9 Milliarden US-Dollar.

KI-Boom bringt kaum Rückenwind für Intel

Während Investitionen in Rechenzentren und KI-Infrastruktur branchenweit zunehmen, bleibt Intels Server- und KI-Geschäft hinter den Erwartungen zurück. Zwar wächst der Bereich moderat im einstelligen Prozentbereich (+5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), doch von einer Dynamik, wie sie etwa spezialisierte KI-Chipanbieter oder GPU-Hersteller zeigen, ist Intel weit entfernt. Dem Unternehmen fehlt bislang ein Produktportfolio, das im Hyperscaler-Umfeld Wirkung entfaltet.

Das PC-Geschäft stabilisiert sich, trägt aber nicht

Das Client-Geschäft bleibt weiterhin die verlässlichste Ertragssäule des Konzerns. Gleichzeitig zeigt sich aber auch hier: Stabilität ersetzt kein Wachstum (–3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Die Nachfrage entwickelt sich schwächer als in früheren Erholungsphasen des PC-Marktes, und neue Plattformen sorgen bislang nicht für den erhofften Impuls.

Foundry: Fortschritt – aber weiterhin Belastung

Am größten bleibt die Lücke im Foundry-Geschäft. Intel hat zwar Fortschritte bei der Transparenz und beim externen Kundenumsatz (+3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) erzielt, doch die Fertigung belastet das Gesamtergebnis weiterhin massiv. Die Verluste sind zwar geringer als in den Vorjahren, von einem selbsttragenden Geschäftsmodell ist die Sparte aber noch deutlich entfernt.

Sparen allein reicht nicht

Auffällig ist: Intel spart seit Längerem konsequent bei Kosten und Investitionen. Diese Maßnahmen zeigen Wirkung auf der Ausgabenseite, ersetzen aber keine überzeugende Wachstumsstory. Die Zahlen legen nahe, dass Kostendisziplin allein nicht ausreicht, solange Produktzyklen, Marktposition und Skaleneffekte nicht greifen.

Entsprechend zurückhaltend fällt der Blick auf das Jahr 2026 aus. Intel rechnet zunächst mit weiterem Margendruck und verweist auf eine angespannte Versorgungslage zu Jahresbeginn. Besserung wird frühestens im weiteren Jahresverlauf erwartet. Ein schneller Befreiungsschlag ist damit nicht in Sicht. (sb)

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