Auf Schritt und Tritt bis 35 km/h Trolley-Roboter „Gita“ fährt Ihnen die Einkäufe nach Hause

Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Das Tütenschleppen gehört bald der Vergangenheit an: Die Vespa-Tochter Piaggio Fast Forward hat einen Roboter für den persönlichen Einkauf entwickelt. Bis zu 35 km/h schnell und mit einer maximalen Zuladung von 20 Kilo fährt „Gita“ auf Wunsch hinter Ihnen her. Offizielle Vorstellung ist bereits am heutigen Dienstag.

Anbieter zum Thema

Bis zu 35 Kilometer pro Stunde werden von der rollenden Einkaufshilfe erreicht. Mit maximal acht Stunden Betriebszeit und 20 Kilogramm Zuladung genügt „Gita“ jedwedem Anspruch.
Bis zu 35 Kilometer pro Stunde werden von der rollenden Einkaufshilfe erreicht. Mit maximal acht Stunden Betriebszeit und 20 Kilogramm Zuladung genügt „Gita“ jedwedem Anspruch.
(Bild: Piaggio Fast Forward)

Was nach ferner Zukunftsmusik klingt wird heute (2. Februar) von dem amerikanischen Unternehmen Piaggio Fast Forward offiziell vorgestellt: Eine fahrender Lastenroboter für den persönlichen Einkauf. Damit Trolley-Roboter „Gita“ stets Kontakt zu seinem Besitzer hält, muss dieser lediglich einen Gürtel mit integrierter Kamera tragen.

Die Entwickler implantierten dem Roboter die sogenannte SLAM-Technologie (Simultaneous Localization And Mapping). Durch eine parallel laufende Lokalisierung und Kartierung, wird eine 3-D-Karte in der Umgebung des „Gita“-Besitzers gezeichnet. Zusätzlich wurde eine Stereo-Kamera verbaut.

Die Stereo-Kamera verhilft „Gita“ innerhalb der erzeugten 3-D-Karte sowohl die eigene Position, als auch die des Besitzers zu lokalisieren. Ein direkter Sichtkontakt zwischen Roboter und Mensch ist nicht durchgehend nötig. Das Trolley-Konzept wurde hauptsächlich für Menschen in urbanen Gebieten entwickelt, die keinen durchgehenden Zugriff auf ein Fahrzeug haben oder haben wollen.

Im Zweifel sind mit „Gita“ die Einkäufe sogar schneller erledigt, als mit dem eigenen Auto. Bis zu 35 Kilometer pro Stunde werden von der rollenden Einkaufshilfe erreicht und ist folglich auch für Radfahrer geeignet. Mit maximal acht Stunden Betriebszeit, 20 Kilogramm Zuladung und integrierter Beleuchtung für die Fahrt im Dunklen, genügt „Gita“ jedwedem Anspruch.

Wie der Fast-Forward-Chefentwickler Greg Lynn dem Portal TechCrunch mitteilte, lag der Entwicklungsfokus auf dem Leichtbau. „Alles was wir machen, basiert auf Leichtbau und wird für Städte mit einem sehr hohen Verkehrsaufkommen entwickelt, wo dieser bereits zum Problem geworden ist“, so Lynn weiter. Die Unternehmenszugehörigkeit zu Vespa ist demnach nicht nur auf dem Papier vorhanden.

Gegenwärtig befindet sich „Gita“ noch im unternehmensinternen Test, doch mit einer Markteinführung wird bereits im nächsten Jahr gerechnet. Offiziell vorgestellt wird der Roboter aber schon am heutigen Dienstag. Branchen-Experten erwarten sich detailliertere Auskünfte hinsichtlich Verkaufsstart und Preisgestaltung.

(ID:44500930)