Tastaturen, Tasten- und Bedienfelder designen

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Folienschalter

Einfache und kostengünstige Widerstands-Folienschalter bestehen aus einer flexiblen Auflagefolie, einem isolierenden Abstandshalter und der Substratfolie. Auf der Auflagenoberseite sind grafische Elemente, auf der Unterseite Leiterbahnen meist aus leitfähiger Tinte auf der Basis von Silber oder Kohlenstoff aufgebracht. Die Substratfolie weist ein deckungsgleiches Leiterbild auf. Drückt man auf den Schalter, entsteht über Löcher im Abstandshalter ein elektrischer Kontakt zwischen den leitfähigen Folien. Die gesamte Anordnung ist miteinander verklebt. Für eine taktile Rückkopplung werden Kuppen aus Metall oder Kunststoff unterhalb der oberen Folie eingepasst. Verschiedene Prägungen führen den Finger des Anwenders zum Zentrum des Schalters.

Folienschalter sind zwar preisgünstiger als mechanische Schalter, abdichtbar und hinsichtlich der grafischen Gestaltung sehr flexibel. Ungünstig ist die recht hohe Kontaktkraft. Für einen einfachen Flachpanel-Folienschalter liegt sie zwischen 0,5 und 3 N, für einen mit taktiler Rückkopplung zwischen 1,5 und 5 N. Außerdem muss ein Kontakthub von 0,1 bis 0,5 mm bei Flachtastaturen bzw. 0,5 bis 1,2 mm beim taktilen Schalter erfolgen. Kontaktkraft und -hub begrenzen die Festigkeit und Dicke der Folie, verringern die Geschwindigkeit, mit der das Tastenfeld bedient werden kann, und die Bedienfreundlichkeit. Mit der Zeit verändert sich das Tastgefühl häufig betätigter Tasten durch Abnutzungserscheinungen aufgrund der mechanischen Bewegung. Damit können sich sowohl der Betätigungswinkel als auch die erforderliche Kraft für einen Schaltkontakt verändern.

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