Künstliches Kiefergelenk Titan-Implantat aus dem 3-D-Drucker
Bei einem Australier wurde ein Titan-Implantant am Kiefer eingesetzt, das in einem 3-D-Druck entstanden ist. Ein wesentlicher Vorteil des 3-D-Drucks: Das Implantat ist sehr präzise.
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Chirurgen, Wissenschaftler und ein 3-D-Druckunternehmen haben in Australien ein prothetisches Kiefergelenk entwickelt. Die maßgeschneiderte Lösung des Titan-Implantates wurde für Richard Stratton entwickelt, einem 32-jährigen Australier, bei dem die Verbindung zwischen Kiefer und Schädel fehlte.
Im ersten Schritt wurde von Richard Stratton ein 3-D-Modell seines Schädels und des Kiefers angefertigt. Damit alle medizinischen Details des Titan-Implantates passen, wurde ein Monat lang getestet, bevor es zum Druck überging. Damit sollte auch sichergestellt werden, dass alle medizinischen Standards eingehalten wurden. Die eigentliche Operation dauerte fünf Stunden und wurde in Melbourne durchgeführt.
Vorteile des 3-D-Drucks in der Medizin
Gerade in der Medizin bietet der 3-D-Druck viele Vorteile: Es lassen sich Implantate in verschiedenen Größen und unterschiedlicher Komplexität herstellen. Künftig soll auch die Zeit kürzer werden, wenn ein Patient ein Implantat benötigt bis zum fertigen Druck. Eine Idee ist es beispielsweise, das 3-D-Modell direkt aus medizinischen Bilddaten, wie beispielsweise der Magnetresonanztomographie, zu drucken.
Noch ist der 3-D-Druck für medizinische Implantate ein teurer Prozess. Doch könnte dieser künftig billiger werden. Dazu müssten allerdings Unternehmen, die 3-D-Objekte drucken, mit Ärzten und auch mit Krankenkassen enger zusammen arbeiten.
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