Wachstum bis 67 Prozent TFT- und AMOLED-Displays als bewährte Technik bei VR und AR

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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TFT-Displays und AMOLED sind bei VR und AR technisch die ausgereiften Anwendungen. Der Absatz der augennahmen Displays wird im Jahr 2023 um bis zu 67 Prozent wachsen. Angetrieben von einigen neuen Produkten.

Virtuelle Realität benötigt sogenannte augennahe Displays. Auf dem Markt gibt es verschiedene technische Entwicklungen.(Bild:   Riki32  /  Pixabay)
Virtuelle Realität benötigt sogenannte augennahe Displays. Auf dem Markt gibt es verschiedene technische Entwicklungen.
(Bild: Riki32 / Pixabay)

Virtuelle Realtiät (VR) sowie Augmented Realtiy (AR) und schließlich die Mixed Reality (MR) – zusammengefasst als XR-Anwendungen benötigen sogenannte augennahe Displays oder auf Englisch Near Eye Displays (NED). Nach einer aktuellen Studie erwartet das Marktforschungsunternehmen Omdia für 2023 ein Wachstum von 67 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Absolut soll die Zahl bei 24 Mio. Stück bei den augennahen Displays liegen.

Mehr Absatz augennaher Displays für 2023

Im Jahr 2022 hatten viele Konsumgüter noch eine schwache Performance gezeigt. Das lag vor allem daran, dass die Welt mit einer globalen Inflation zu kämpfen hatte, die chinesische Regierung komplette Regionen abgeriegelt hatte und die Nachfrage nach Elektronik schwach war. Im Jahr 2022 ging die Auslieferung von augennahen Endgeräten um 1,3 Prozent im Jahresvergleich zurück. Für dieses Jahr sind wir optimistisch, da wichtige Produkte wie die Sony PSVR 2, Apples Mixed-Reality-Headset (MR) und Meta Quest 3 sowie neue Produkteinführungen von HTC erwartet werden“, fasst es ein Experte von Omdia zusammen.

Auf die Technik heruntergebrochen: Für AR und VR kommen vor allem TFT-LC- und AMOLED-Displays zum Einsatz. Sie sind außerdem die ausgereiftesten Techniken für ein augennahes Display. OLEDs und im Speziellen Micro-OLED (OLED on Silicon (OLEDoS)) bieten dem Anwender eine bessere visuelle Darstellung als ein TFT und AMOLED. Das liegt vor allem an den Auflösungen von 3.000 bis 4.000 ppi. Der Nachteil sind allerdings ihre hohen Kosten. In XR-Geräten sind bisher nur wenige OLEDs verbaut.

OLED on Silicon bekommt 2023 einen Schub

Angeblich wird Apple OLEDoS bei seinem kommerziell ausgerichteten Mixed-Reality-Gerät einsetzen, das 2023 auf den Markt kommen soll. Damit dürfte sich der Absatz von OLEDoS-Displays in den Jahren 2023 und 2024 erheblich steigern. Nach 2024 wird sich allerdings der Absatz verlangsamen. Es sei denn, die Kosten und Preise von OLEDoS können deutlich auf ein Niveau gesenkt werden, das sich die meisten Marken leisten können, insbesondere bei den hochauflösenden OLEDoS.

Trotz einer hohen Auflösung ist die Helligkeit bei OLEDoS nicht vergleichbar mit TFT und AMOLED. Hier spielt eine junge Technik rein: Micro LED auf Silizium (LEDoS). Die Experten von Omdia gehen davon aus, dass LEDoS in drei bis fünf Jahren ausgereift ist und sich LEDoS auf dem AR-Markt durchsetzen wird.

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