Weißensberg am Bodensee tecnotron hat 35-jähriges Jubiläum

Redakteur: Stefan Liebing

Mit Designdienstleistungen begann 1978 die Erfolgsgeschichte von tecnotron elektronik in Weißensberg am Bodensee. Heute verlassen nicht nur nahezu 500 designte Leiterplatten das Haus; tecnotron realisiert komplette Lösungen von der Hard- und Softwareentwicklung bis zur bestückten Leiterplatte.

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tecnotron in Weißenberg am Bodensee
tecnotron in Weißenberg am Bodensee
(Bild: tecnotron)

135 Mitarbeiter entwickeln und fertigen am neuen Standort in Wildberg für Auftraggeber mit hohen Zuverlässigkeitsanforderungen an ihre eigenen Elektronikprodukte. „Kompetenzpartner rund um Design und Fertigung von elektronischen Baugruppen und Spezialist für anspruchsvolle Elektronik“ beschreibt Erich Schemm, der Geschäftsführer, sein Unternehmen. Zusammen mit Karl-Heinz Strohmaier und Hubert Weyerich gründeten sie die tecnotron elektronik im Jahr 1978.

Etwa 50% der Auftraggeber sind Systemanbieter für die Luft- und Raumfahrt. Dazu kommen Applikationen für die Automobilelektronik, Medizintechnik, Telekommunikation und hochqualitative Industrieprodukte. In 35 Jahren ist das Unternehmen stetig kontinuierlich gewachsen. Heute arbeiten allein 16 Ingenieure in der Entwicklung und 17 Spezialisten im Layout. Ca. 500 Designs verlassen pro Jahr die Designschmiede von tecnotron. Mittlerweile wurden 15.000 Leiterplatten bzw. Baugruppen designt.

Entwicklung und Fertigung inklusive

Das Wissen in der Hard- und Softwareentwicklung ist weit gestreut - digital, analog, Power – auf allen Gebieten greift tecnotron auf ein langjähriges, großes Knowhow zurück. Unterstützende CAD/CAM-Tools sind: Pro Engineer, Inventor und Auto CAD im Mechanikbereich, CAM350 und Blueprint beim CAM sowie Spice, Hyperlynx und Polar im Simulations- bereich. Zur Leiterplattenkonstruktion werden Systeme von Mentor (Boardstation, Expedition, PADS), Zuken (CR5000), Cadence (Allegro), Altium Designer, Protel, Westdev (Pulsonix) eingesetzt. Zweites Standbein sind die Beratung und der Vertrieb des Layout-Tools Pulsonix.

Neben der Entwicklung hat tecnotron auch das Geschäftsfeld Fertigung auf- und kontinuierlich ausgebaut sowie erfahrene Mitarbeiter in speziellen Kursen für die Fertigung von Baugruppen für Luftfahrtanwendungen ausgebildet und zertifiziert. Auf der zurzeit 2.000 m² großen Produktionsfläche wird die Elektronik Bestückung mit modernstem Fertigungsequipment vorgenommen.

Im vergangenen Jahr wurde die SMD-Fertigung um eine zusätzliche Linie auf Basis einer neuen ASM Siplace SX erweitert. Sowohl größere als auch mittlere Aufträge sind mit dieser Anlage zu fertigen. Die bisherige Linie für Prototypen und Kleinserien profitiert ebenfalls durch den „Familienzuwachs“, da die Aufträge jetzt stückzahlenoptimiert auf den Linien platziert werden können. Dank ihrem Höchstmaß an Flexibilität können im Bedarfsfall ohne lange Standzeiten auch Prototypen gefertigt werden.

Um die Fertigungsstraße zu komplettieren, reihen sich ein hochpräziser Lotpastendrucker, eine Dampfphasenlötanlage und ein automatisches optisches Inspektions- system (AOI) „in line“. Die neue GAS Leiterplattenfräse ermöglicht das anschließende Trennen der Liefernutzen möglichst flexibel. Für die lückenlose Rückverfolgbarkeit sorgt die Laserbeschriftungsanlage, die z.B. per Datamatrix Code im Lötstoplack eine fortlaufende Seriennummer einbringen kann.

Mit einer mittleren Bestückleistung von rund 24.000 Bauteilen pro Stunde und der Möglichkeit, alle gängigen SMD-Bauformen von 01005 bis 27x27 mm verarbeiten zu können, ist tecnotron mehr denn je allen technischen Anforderungen des Marktes gewachsen.

Standort Deutschland

Der Markt schläft nicht. Viele Unternehmen lassen außerhalb Deutschlands fertigen. Doch es gibt alternative Erfolgsstrategien: „Wir setzten unseren Fokus auf Kunden, deren Anforderungen ein Höchstmaß an Qualität, Liefertreue und umfassenden Service voraussetzen. Kompromisslose Qualität ist nicht nur unser Anspruch, sondern auch der vieler sensibler Märkte, die wir bedienen. Um Ideen effektiv in innovative Produkte umzusetzen, bauen wir auf kurze Wege zwischen Entwicklung und Produktion – und auf den Standort Deutschland“, so Karl-Heinz Strohmaier.

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