Audi R8 TDI Le Mans Supersportwagen für die Straße mit V12-Dieselmotor leistet 500 PS und bringt 1000 Nm
Audi hat auf dem diesjährigen Autosalon Genf den R8 TDI Le Mans präsentiert, der von einem Zwölfzylinder-Diesel V12 TDI mit 6 l Hubraum angetrieben wird. Das Aggregat leistet 500 PS und stellt ein beeindruckendes Drehmoment von 1000 Nm zur Verfügung.
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Der V12-TDI stammt vom Motor im zweifachen Le-Mans-Sieger Audi R10 ab und besorgt die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 4,2 s.Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei deutlich über 300 km/h. Das maximale Drehmoment liegt bereits bei 1750 1/min an. Der neue V12-TDI gehört zur Familie der V-Motoren von Audi, weist jedoch den für diesen Motorentyp idealen Zylinderwinkel von 60° auf.
Die Straßenversion des V12-TDI wird im ungarischen Werk Györ gefertigt. Beim Entwurf wurde darauf geachtet, dass der Sechsliter ein Derivat der aktuellen Familie der Audi-V-Motoren in Versionen mit 6, 8 und 10 Zylindern wird. Die beiden 2-Stempel-Hochdruckpumpen der Common-Rail-Einspritzanlage sind Bestandteile der Common-Rail-Einspritzanlage, die Bosch zuliefert. Die Pumpen bauen bis zu 2000 bar Druck in den Rails auf. Auch die Piezo-Injektoren mit Achtloch-Düsen wurden überarbeitet. Durch den hohen Druck wird eine optimale Gemischverteilung im Brennraum erzeugt, was den Zündvorgang schneller und homogener ablaufen lässt. Zudem erhöht die effizientere Verbrennung die Leistung, senkt den Verbrauch und reduziert die Schadstoffe.
Zwei Steuergeräte im Master-Slave-Konzept für den Motor
Die aktuelle Generation der so genannten Inline-Injektoren macht sich den Piezo-Effekt zunutze: Piezo-Kristalle dehnen sich beim Anlegen einer elektrischen Spannung im Bruchteil von Millisekunden aus. Die Zahl der Einspritzvorgänge pro Arbeitstakt lässt sich bei der Piezo-Technologie in einem weiten Bereich variieren, beim V12 TDI auf bis zu fünf Einspritzungen.
Zusätzlich zur Haupteinspritzung sind Vor- und Nacheinspritzungen möglich. Voreinspritzungen mildern die akustische Härte des Verbrennungsvorgangs. Späte Nacheinspritzungen dienen speziell der Temperaturerhöhung des Abgases und damit der Regeneration der beiden serienmäßigen Partikelfilter. Zwei Steuergeräte, die sich ihre Arbeit nach dem Master-Slave-Konzept teilen, managen das Geschehen im Motor.
Der Audi R8 V12 TDI Le Mans erfüllt bereits die Abgasnorm Euro 6, die voraussichtlich 2014 in Kraft tritt und bei der Reduktion der Stickoxide hohe Anforderungen stellt. Dazu kommt neben dem neuen Common-Rail-System auch die Clean-Diesel-Technologie zum Einsatz. Das Herz des Systems ist ein eigener Katalysator, der dem Oxi-Kat und dem Partikelfilter nachgeschaltet ist. Als zweite Systemkomponente dient ein Zusatztank, der eine wässrige Kohlensäurediamidlösung birgt. Die Lösung mit der Bezeichnung „Adblue“ wird in geringen Dosen in die Abgasanlage eingespritzt. Im heißen Abgas zerfällt sie zu Ammoniak, das die Stickoxide in Stickstoff und Wasser aufspaltet. Die Wirksamkeit des Systems ist über die Lebenszeit des Fahrzeugs sichergestellt.
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