Osram Superflache OLEDs mit einer Leuchtfläche von 210 cm²
Sie sind nur wenige hundert Mikrometer flach, großflächig und transparent: Die OLED-Prototypen, die OSRAM Opto Semiconductors im Rahmen eines Forschungsprojekts entwickelt hat. Sie können fast beliebig dünn und in freiem Layout gestaltet werden.
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Eine neue Technologie lässt die organischen Leuchtdioden ohne separate Verkapselung auskommen und sie lassen sich nahezu beliebig dünn und in freiem Layout gestalten. Die transparenten Testmuster mit einer Leuchtfläche von 210 cm² zeigen, welches Potenzial in zukünftigen OLED-Lichtquellen steckt und welche außergewöhnlichen Beleuchtungslösungen möglich sein werden.
Schon die 17 × 17 cm² großen OLED-Panele lassen erkennen, wohin die Entwicklung im OLED-Beleuchtungsmarkt geht: Gefragt sind flache, transparente und großflächige Lichtquellen. Entwickelt wurden die Testmuster im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekts TOPAS. Das Projekt hat transparente OLED-Module mit einem Quadratmeter zum Ziel und läuft noch bis 2011.
Äußerst schlank und ohne Verkapselung
Auch wenn die Module noch größer werden müssen, haben sie schon viele der Eigenschaften, die OLED-Lichtquellen von anderen unterscheiden: Sie sind äußerst schlank und brauchen keine teure Verkapselung mehr. Ihre Dicke wird nur noch durch das Substrat als Trägermaterial definiert: momentan liegt diese bei 300 bis 700 μm.
Weitere Fortschritte in der Entwicklung werden dazu führen, dass das Trägermaterial und damit die OLED selbst noch deutlich dünner werden. Diese flachen OLED-Module lassen sich noch leichter in Anwendungen aller Art einsetzen, benötigen dabei extrem wenig Raum und können bei Bedarf so diskret integriert werden, dass man sie erst im eingeschalteten Zustand bemerkt. „Transparente, und später auch flexible OLED bringen eine vollkommen neue Ästhetik in Beleuchtungslösungen“, verspricht Dr. Karsten Heuser, der den Bereich OLED bei OSRAM Opto Semiconductors leitet.
Gestalterische Spielräume fast grenzenlos
„Die Möglichkeiten reichen von flächigen Lichtquellen, die in Raumteilern oder Möbeln integriert sind bis hin zu Fenstern, die tagsüber das natürliche Licht durchlassen und bei Dunkelheit selbst strahlen.“ Als eindrucksvolles Beispiel für zukünftige Anwendungen lässt sie der Phantasie freien Raum für ganz neue Designmöglichkeiten. Die OLED-Panele lassen sich, ganz ohne störende Strukturen, klar transparent gestalten. Möglich wird dies durch Neuentwicklungen bei den Elektroden und durch eine besondere Bauteilarchitektur sowie einen neuen Ansatz in der Dünnfilmtechnologie.
Homogene Leuchtdichte ohne zusätzliche Leiterbahnstrukturen
Ohne zusätzliche Leiterbahnstrukturen auf der lichterzeugenden Fläche wird der Strom gleichmäßig über die aktive Fläche verteilt, was zu einer homogenen Leuchtdichte führt. Darüber hinaus vereinfacht die neue Technologie den Fertigungsprozess, ganz gleich ob OLED auf Basis kleiner Moleküle oder auf Polymerbasis entstehen. Unabhängig vom Material der aktiven Schichten kann die Technologie sowohl für farbige als auch für warm- und kaltweiße OLED eingesetzt werden. Der nächste Schritt ist die Integration der Prozesse in eine stabile Fertigung.
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