Brennstoffzellen Strom aus Zucker

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Forscher der Universität Saint Louis entwickeln eine Brennstoffzelle zur Stromversorgung mobiler Endgeräte, die Zucker in Strom umwandelt. Zudem liefert die neue Technik genügend Energie, um die drei- bis vierfache Laufzeit herkömmlicher Lithium-Ionen-Zellen sicherzustellen.

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„Unsere Forschungsergebnisse zeigen, dass ein erneuerbarer Brennstoff direkt in der Zelle verwendet werden kann und bei Raumtemperatur funktioniert. Diese Technologie führt zu einer höheren Energieausbeute als sie bei Ansätzen auf der Basis von Metallen möglich ist“, erklärt Shelley D. Minteer, die Leiterin des Forschungsteams. „Unser Ansatz zeigt, dass mit Hilfe der Verbindung von Biologie und Chemie die Konstruktion einer besseren Batterie möglich ist, die noch dazu umweltfreundlicher ist. Bei Bio-Brennstoffzellen entsteht nur Kohlendioxid und Wasser.“

Prototyp in Briefmarkengröße

Um die Korrektheit ihres Ansatzes zu demonstrieren, bauten die Forscher einen Prototypen, der etwa die Größe einer Briefmarke hat. Damit betrieben sie erfolgreich einen Taschenrechner und verwendeten ihn als Ladegerät für ein Mobiltelefon. Ein weiterer Vorteil der Bio-Batterie ist, dass sie mit nahezu jeder Zuckerquelle betrieben werden kann, sei es Traubenzucker, gesüßte Limonade oder Baumsaft. Ebenfalls getestet wurden kohlensäurehältige Getränke. Zwar funktionierte auch dies, jedoch könnte die Kohlensäure die Brennstoffzelle angreifen, meint Minteer. Als optimaler Brennstoff erwies sich in Wasser gelöster Tafelzucker.

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