Qualitätssicherung Straschu Leiterplatten setzt auf Plasmareinigung

Redakteur: Franz Graser

Das Unternehmen Straschu Leiterplatten in Oldenburg hat in eine Plasmaätzanlage zur Reinigung von Leiterplatten investiert. Dadurch konnte die Durchlaufkapazität deutlich gesteigert werden.

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Durch die Plasmaätzanlage konnte bei Straschu Leiterplatten die Durchlaufkapazität deutlich gesteigert werden.
Durch die Plasmaätzanlage konnte bei Straschu Leiterplatten die Durchlaufkapazität deutlich gesteigert werden.
(Bild: Straschu Leiterplatten)

Eine Plasmaanlage besteht aus einer Vakuum-Hochfrequenzkammer, Elektroden und Pumpen sowie einem Gebläse. Durch Niederdruckverfahren können die erzeugten Ätzgase in kleinste Strukturen und Bohrlöcher eindringen. Dabei werden Polyamid- und Harzrückstände (Smear), die sich beim mechanischen Bohren an den Innenwänden der Bohrlöcher absetzen, entfernt. Die Reinigung mehrlagiger Schaltungen stellt sicher, dass die Kontakte frei von jeglichen Rückständen sind und Unterbrechungen bei elektronischen Baugruppen vermieden werden.

Außerdem kann die Struktur von glatten Oberflächen mit Plasma aufgeraut werden, um zum Beispiel Innenlagen dauerhaft und sicher zu laminieren und zu verpressen. Alle Bearbeitungsprozesse mit Plasmaanlagen zeichnen sich durch Umweltfreundlichkeit und reproduzierbare Reinigungsmethoden aus.

Die Anlage erzeugt den benötigten Stickstoff aus der Umgebungsluft. Dazu wird Luft angesaugt. Der Stickstoff wird von den übrigen Bestandteilen der Luft getrennt und Tetrafluormethan (CF4) hinzugefügt. Nach dem Behandlungsprozess wird das Plasma mittels eines Abluftwäschers gereinigt. Die geringe Menge an Schadstoffen wird der hauseigenen Abwasseraufbereitung zugeführt und das partikelfreie Gasgemisch wird wieder an die Umgebung abgegeben.

Mit diesem Prozess werden die Beschaffungs- und Entsorgungskosten auch unter Umweltgesichtspunkten reduziert. Die Anlage zeichnet sich zudem durch eine anwenderfreundliche und zeitgemäße Bedienung aus.

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