„Men in Blech“ Stehen humanoide Roboter kurz vor dem Serieneinsatz?

Von Manuel Christa 1 min Lesedauer

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Die Automatica 2025 zeigt: Humanoide Roboter sind auf dem Vormarsch. Hersteller aus den USA, China und Deutschland präsentieren Modelle, die greifen, laufen und eigenständig navigieren. Ein globales Rennen hat begonnen.

Der Humanoide Atlas von Boston Dynamics zählt zu den technologisch am weitesten fortgeschrittenen Robotern.(Bild:  Messe München GmbH)
Der Humanoide Atlas von Boston Dynamics zählt zu den technologisch am weitesten fortgeschrittenen Robotern.
(Bild: Messe München GmbH)

In Peking liefen kürzlich 20 humanoide Roboter beim Halbmarathon gegen Menschen. Die Botschaft: China nimmt den Wettlauf ernst. Bis 2028 will das Land Marktführer werden. Auch in den USA beschleunigt sich die Entwicklung.

Technologieführer USA

Agility Robotics bringt mit Digit einen zweibeinigen Roboter in Lagerhallen. „Zweibeinige Roboter sind für die Koexistenz mit dem Menschen konzipiert und bieten eine Vielseitigkeit und Mobilität, die über das hinausgeht, was Radantriebe leisten können“, sagt Jonathan Hurst, Chief Robot Officer. Apptronik geht mit Apollo ähnliche Wege und kooperiert mit der NASA, Nvidia und Mercedes-Benz. „Wir entwickeln die fortschrittlichsten und leistungsfähigsten humanoiden Roboter der Welt, die den Menschen auf sinnvolle und revolutionäre Weise zur Seite stehen“, sagt CEO Jeff Cardenas.

Deutsche Perspektiven sind vielversprechend

Auch Deutschland zeigt Flagge. Igus stellt mit Iggy Rob einen erschwinglichen Humanoiden vor, der auf eigene Komponenten wie ReBeL-Cobots zurückgreift. Das DLR präsentiert neue Forschungsansätze und kooperiert mit Siemens. „Die enge Vernetzung mit führenden deutschen Industriepartnern wie Siemens ist essenziell, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Robotik auch in Zukunft zu sichern“, sagt Institutsleiter Alin Albu-Schäffer.

Wachstumsmarkt mit Druck

Tesla plant Roboter für den Haushalt, Goldman Sachs schätzt den Markt im Jahr 2035 auf 38 Milliarden Dollar. China will fünf Prozent aller Jobs von Humanoiden erledigen lassen – das wären 35 Millionen Einheiten. Unitree bringt mit dem G1 ein Modell für 16.000 Euro auf den Markt. „Es gibt bereits Bestellungen aus dem In- und Ausland“, sagt Marketingmanagerin Qian Yuqi.

Auf der Automatica treffen sich Forschung und Industrie. Melonee Wise von Agility und Carolin Richter von BMW berichten aus der Praxis. Klar ist: Der Einzug humanoider Roboter ist keine Frage mehr des Ob, sondern des Wann. (mc)

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