Digitale Vernetzung Start von Manufacturing-X: Chancen für die deutsche Industrie

Von Margit Kuther 2 min Lesedauer

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Heute wird auf der Hannover Messe die nächste Phase der Initiative Manufacturing-X eingeleitet. Manufacturing-X hat das Ziel, durch die durchgängige Datenvernetzung aller an der Wertschöpfung beteiligten Akteure die globale Vorreiterrolle der deutschen Industrie zu sichern. Dazu erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg:

Manufacturing-X: Durchgängige Datenvernetzung aller beteiligten Akteure in der Industrie.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Manufacturing-X: Durchgängige Datenvernetzung aller beteiligten Akteure in der Industrie.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

„Die deutsche Industrie wird fit für die Datenökonomie. Mit Manufacturing-X wird die Idee, Unternehmen aus dem gesamten industriellen Sektor miteinander zu vernetzen, Realität.

Bislang können Daten in einzelnen Unternehmen die Abläufe transparent machen, ein Datenaustausch zwischen Unternehmen findet aber nur punktuell statt und das Datenteilen entlang der Lieferkette gestaltet sich in der Praxis noch schwierig.

Wertschöpfungsnetzwerke besser vernetzen

Künftig wird mit Manufacturing-X das Datenteilen deutlich einfacher und es werden sich ganze Wertschöpfungsnetzwerke besser aufeinander abstimmen lassen. So können Unternehmen zum Beispiel auf Störungen in Lieferketten frühzeitig reagieren, die Produktion schneller anpassen und Lieferverzögerungen vermeiden. Gleichzeitig werden mit Manufacturing-X aber auch völlig neue, datenbasierende Geschäftsmodelle in der Industrie möglich.

Derzeit besteht bei der der Digitalisierung der Industrie noch Potenzial. Zwar sehen aktuell einer Bitkom-Umfrage zufolge rund die Hälfte (48 Prozent) der Industrieunternehmen die deutsche Industrie bei digitalen Innovationen an der Spitze oder als Vorreiter, aber rund jedes Fünfte (19 Prozent) verortet sie unter den Nachzüglern oder bereits abgeschlagen.

Manufacturing-X ist aber nicht nur notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie zu erhalten und zu steigern. Manufacturing-X ist auch ein weiterer Schritt in Richtung einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft und nachhaltigeren Produktion – und kann damit einen bedeutenden Beitrag für das Erreichen der Klimaziele leisten. Wichtig ist nun, dass die Regierung auch die entsprechenden finanziellen Mittel bereitstellt und dass die Unternehmen die Möglichkeiten des zukünftigen Datenraums wirklich nutzen.“

Mit den Chancen von Manufacturing-X beschäftigt sich auch das heute veröffentlichte Positionspapier „Manufacturing-X – Mögliche Anwendungen, Anforderungen und Akteure aus Sicht der Digitalwirtschaft“ des Bitkom. Es liefert unter anderem Antworten auf die Fragen: Welche Vorteile ergeben sich aus einer intelligent vernetzten Produktion? Welche rechtlichen, wirtschaftlichen und technischen Anforderungen gilt es zu bedenken? Was sind die nächsten Schritte auf dem Weg zum Datenökosystem Manufacturing-X? (mk)

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