Employer-Branding-Reihe, Teil 4 Standort-PR im Employer Branding – Jede Region hat ihre Vorzüge

Redakteur: David Franz

In unserer Employer-Branding-Reihe verraten wir Ihnen, was notwendig ist, um eine Arbeitgebermarke aufzubauen. In diesem Teil erfahren Sie, was bei der Standort-PR zu beachten ist.

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Auf der Hauptstraße ins Glück: Ländliche Regionen haben zahlreiche Vorzüge für Arbeitnehmer – Unternehmen müssen sie nur noch besser davon überzeugen.
Auf der Hauptstraße ins Glück: Ländliche Regionen haben zahlreiche Vorzüge für Arbeitnehmer – Unternehmen müssen sie nur noch besser davon überzeugen.
(Bild: lichtkunst.73 / pixelio.de)

BMW sitzt in München, die Lufthansa in Köln und Google in Hamburg. Viele der großen und beliebten Arbeitgeber haben ihren Unternehmenssitz in Metropolen. Bei der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern haben sie dadurch einen klaren Vorteil gegenüber vielen mittelständischen Unternehmen mit einem auf den ersten Blick weniger attraktiven Standort. Mittelständler müssen sich diesem Schicksal aber nicht tatenlos ergeben: Standort-PR ist das Thema der Zukunft, auch im Employer Branding.

Dünn besiedelte Ortschaften, ländliche Idylle und gemütliches Kleinstadtflair scheinen für viele Bewerber nicht mit dem Begriff Karriere vereinbar. Doch das ist ein Irrtum, dem vor allem Mittelständler in Zukunft aktiv begegnen sollten. „Unternehmen müssen es Bewerbern leichter machen, sich bei der Jobsuche für eine ländliche Region zu entscheiden – sonst droht eine noch größere Bewerberlücke“, erläutert Markus Eicher, Employer-Branding-Experte und Geschäftsführer der Münchner Agentur wbpr_ Kommunikation.

Das Employer-Branding-Einmaleins besagt: Unternehmen sollten neben ihren eigenen Stärken als Arbeitgeber auch die Vorzüge ihrer Region betonen. „Jede Region hat etwas zu bieten, es kommt nur darauf an, das auch potenziellen Mitarbeitern ansprechend zu vermitteln“, sagt Eicher. Wichtig ist dabei, sich auf Talente zu konzentrieren, die bereits in der Region wohnen und arbeiten. So sind die Erfolgsaussichten, geeignete und langjährige Mitarbeiter zu finden, deutlich höher und das Recruiting auf lange Sicht effizienter.

Die Attraktivität des Standorts erlebbar machen

Um High Potentials frühzeitig von einer Karriere auf dem Land zu überzeugen, müssen Unternehmen sie noch vor dem Bewerbungsstart zu sich holen. Die beste Möglichkeit, um die Vorzüge der Region zu erfahren: potenzielle Bewerber von nahegelegenen Hochschulstandorten zu einem Erlebnis-Recruiting-Tag einladen.

Sie werden morgens abgeholt und an den Unternehmensstandort gebracht und erleben dort einen Tag lang die Region und ihre Unternehmen. „Solch eine Aktion wirkt vor allem dann, wenn sich viele Arbeitgeber, Institutionen und die Stadt zusammenschließen“, weiß Markus Eicher aus Erfahrung. „All das sagt den Bewerbern: Hier lässt es sich leben und arbeiten – und ihr seid bei uns herzlich willkommen.“

Kooperationen für ein erfolgreiches Recruiting

Für Unternehmen bedeutet das natürlich auch eine Konkurrenzsituation, die sie aber nicht fürchten müssen, wenn sie eine starke Arbeitgebermarke haben: Damit heben sie sich von anderen Unternehmen ab und bleiben im Gedächtnis. Jedes Unternehmen hat andere Stärken und spricht damit andere potenzielle Bewerber an. Eine derartige Einzelaktion kann auch zu einer langfristig angelegten Standortkampagne ausgebaut werden – mit einer Kampagnenwebsite, die die Vorzüge und Angebote der Region vorstellt, die dortigen Arbeitgeber portraitiert und offene Stellen bewirbt.

Zusätzliche Aktionen an Schulen und Hochschulen sowie Stadtfesten in der Region stärken auch langfristig das Vertrauen in die Region als attraktiver Arbeits- und Lebensraum.

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