Sensorik- und Messtechnikbranche im 2. Quartal Stagnierende Umsätze und rückläufige Auftragslage

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Die Zahlen für das zweite Quartal in der Sensorik- und Messtechnikbranche waren verhaltener; die Umsätze stagnierten und die Auftragseingänge gingen zurück. Doch mittel- und langfristig bleiben die Aussichten positiv. Allerdings ist jetzt die Zeit für Investitionen.

Der AMA Verband hat die Zahlen der Messtechniik- und Sensorikbranche für das zweite Quartal bekanntgegeben. Aktuell stagnieren die Umsätze und die Auftragseingänge sind rückläufig. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Der AMA Verband hat die Zahlen der Messtechniik- und Sensorikbranche für das zweite Quartal bekanntgegeben. Aktuell stagnieren die Umsätze und die Auftragseingänge sind rückläufig.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Im zweiten Quartal 2025 zeigte sich die Sensorik- und Messtechnikbranche stabil, jedoch mit nachlassender Wachstumsdynamik. Laut dem AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V. stagnierten die Umsätze nach einem Plus von vier Prozent im ersten Quartal, während die Auftragseingänge um sechs Prozent zurückgingen. Das Book-to-Bill-Ratio sank leicht auf 0,96, was auf eine temporäre Abkühlung der Nachfrage hinweist.

Trotzdem prognostiziert der Verband für das dritte Quartal einen moderaten Umsatzanstieg um zwei Prozent, gespeist aus den starken Auftragseingängen des ersten Quartals, die um elf Prozent gewachsen waren. Damit bestätigt sich: Der Markt bleibt grundsätzlich intakt, allerdings differenzierter nach Segment und Region.

Nachfrage in Europa bleibt hoch

Der Auftragseingang der Sensorik- und Messtechnikbranche.(Bild:  AMA Verband)
Der Auftragseingang der Sensorik- und Messtechnikbranche.
(Bild: AMA Verband)

Die Umsatzentwicklung im Vergleich zu Q1.(Bild:  AMA Verband)
Die Umsatzentwicklung im Vergleich zu Q1.
(Bild: AMA Verband)

Mit einem Exportanteil von 56 % unterstreicht die Branche ihre internationale Ausrichtung. Innerhalb der Exportmärkte liegt Europa mit 34 % klar vorn, gefolgt von Nordamerika (19 %) und China (17 %). Für viele Anbieter im Hightech-Messtechnik- und Sensorkomponenten-Sektor bedeutet das, dass europäische Nachfrageimpulse weiterhin die Basis für Kapazitätsplanungen bilden, während Übersee-Geschäfte zunehmend volatil verlaufen.

Laut AMA-Geschäftsführer Philipp Gutmann befindet sich die Branche aktuell „in einer Phase der Konsolidierung“. Entscheidend sei, die Zeit zu nutzen, um „Innovations- und Exportstrategien neu auszurichten – insbesondere durch Investitionen in Digitalisierung, Automatisierung und künstliche Intelligenz“. Rund ein Drittel der Unternehmen setzt KI bereits ein oder plant deren Einsatz, vor allem in Forschung und Entwicklung, in Produktentwicklungen sowie in der Marktkommunikation.

Die strukturellen Herausforderungen bleiben: Handelshemmnisse und Exportvorgaben beeinträchtigen laut 17 % der Unternehmen das Geschäft, während Nachfrageschwächen in Zielmärkten (16 %) und regulatorische Auflagen (15 %) den Handlungsspielraum zusätzlich einschränken.

Es bleibt ein positiver Ausblick

Dennoch bleibt der mittel- und langfristige Ausblick positiv. Für Entscheidungsträger in der Elektronikbranche heißt das: Wer jetzt in vernetzte Messtechniklösungen und adaptive Sensorsysteme investiert, positioniert sich vorn, wenn sich die Nachfrage in den globalen Zielmärkten wieder konsolidiert. Der Innovationsfokus auf KI-gestützte Messverfahren, intelligente Kalibrierungssysteme und automatisierte Prüfprozesse wird zunehmend zum differenzierenden Wettbewerbsfaktor. (heh)

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