Vom Standroboter zur mobilen Einheit Stäubli Robotics zeigt serienfähige Transportplattformen und autonome Stapler

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Klassische Industrieroboter reichen für die heutige Produktion oft nicht mehr aus. Stäubli Robotics zieht daraus Konsequenzen und erweitert das eigene Portfolio um mobile Robotiklösungen für Logistik und Montage.

Zu den Standard-Mobilrobotern, die das Angebot an klassischen Industrierobotern bei Stäubli Robotics ergänzen, zählen der Transportroboter PF3, der Gegengewichtsstapler FL1500 sowie der Sterimove.(Bild:  Stäubli)
Zu den Standard-Mobilrobotern, die das Angebot an klassischen Industrierobotern bei Stäubli Robotics ergänzen, zählen der Transportroboter PF3, der Gegengewichtsstapler FL1500 sowie der Sterimove.
(Bild: Stäubli)

Auf der Automatica 2025 in München zeigte das Unternehmen, wie sich mobile Plattformen, autonome Stapler und Industrieroboter zu einem Gesamtsystem kombinieren lassen. Statt auf fest verkettete Linien setzen immer mehr Unternehmen auf entkoppelte Produktion. Mobilroboter spielen dabei eine zentrale Rolle. Stäubli Robotics hat sich entsprechend neu aufgestellt: Die klassischen Industrieroboter kommen weiterhin aus Sulzbach-Rosenberg. Die mobilen Serienfahrzeuge werden jetzt vom Standort Bayreuth aus vertrieben. Ziel ist eine einheitliche Plattformstrategie, die sowohl Maschinenbauer als auch Endanwender anspricht.

Drei Fahrzeuge, drei Einsatzzwecke

Peter Pühringer, Geschäftsführer von Stäubli Robotics in Bayreuth, sagt dazu: „Damit endet unser Angebot nicht länger bei der klassischen Industrierobotik, sondern beinhaltet auch mobile Standardlösungen. Wir werden damit zum ganzheitlichen Komplettanbieter mit einem sehr breiten Lösungsportfolio.“

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Ein wichtiges Exponat auf dem Messestand war der PF3. Die Plattform ist kompakt, trägt bis zu drei Tonnen und lässt sich universell in verschiedenste Branchen integrieren. Als reine Transportlösung ist sie etwa für Verbindungen zwischen Produktion und Lager konzipiert.

Dazu kommt mit dem FL1500 ein autonomer Gegengewichtsstapler, der in Zusammenarbeit mit der Logistikplanung von Mercedes-Benz entstanden ist. Mit einer Traglast von 1,5 Tonnen und einer Monomast-Bauweise eignet er sich besonders für enge Hallenstrukturen. Eine Variante mit Triplexmast für Hubhöhen bis drei Meter ist vorgesehen.

Mit dem Sterimove hat Stäubli außerdem einen mobilen Roboter entwickelt, der laut Unternehmensangaben als erster seiner Art in aseptischen Pharmaumgebungen der GMP-Klassen A/B und C/D einsetzbar ist. Der Roboter ist komplett gekapselt und damit für Anwendungen geeignet, bei denen strenge Hygienevorgaben gelten. Erste Auslieferungen sind für 2026 vorgesehen.

Flexibler Werkzeugwechsel mit System

Doch nicht nur beim Transport setzt Stäubli auf modulare Lösungen, auch der Werkzeugwechsel wird neu gedacht. Parallel zu den Mobilrobotern zeigt Stäubli auf der Messe auch neue Werkzeugwechselsysteme für Roboter. Diese sollen bestehende Anlagen flexibler machen und vor allem in kleinen Losgrößen die Stillstandzeiten minimieren. Dabei stehen unter anderem Übertragungsmodule für Signale, Pneumatik, Vakuum, Erdung und Datenspeicherung zur Auswahl.

Für Anwendungen mit niedrigen Traglasten bis 55 Kilogramm bietet Stäubli vier Small-Payload-Systeme mit hoher Wiederholgenauigkeit und integrierten Mediendurchführungen. In der Mittelklasse bis 350 Kilogramm folgen drei Modelle mit gewichtsoptimierter Bauweise und hoher ISO-Sicherheit. Für höhere Lastbereiche stehen High-Payload-Wechsler zur Verfügung, die Werkzeuge mit bis zu 2,5 Tonnen Gewicht handhaben können. Auch diese lassen sich mit verschiedenen Modulen bestücken. (mc)

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