Dominanz im IoT

SoftBanks Pläne zur Übernahme von ARM

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Hauptquartier bleibt in England, Stellen werden ausgebaut

Präsentation der angekündigten Akquise von ARM durch den Großkonzern Softbank. Schon bald eine handfeste Realität?
Präsentation der angekündigten Akquise von ARM durch den Großkonzern Softbank. Schon bald eine handfeste Realität?
(Bild: Softbank)

Son stand auch bereits mit Theresa May, der erst kürzlich ins Amt getretenen Premierministerin Großbritanniens, zwecks der Übernahme in Verbindung. Nur kurze Zeit nach der Ankündigung von SoftBanks Akquiseplänen signalisierte die britische Regierung bereits, der Übernahme nicht im Wege zu stehen. ARMs amtierender CEO Simon Segars äußerte gegenüber dem Nachrichtendienst Reuters, dass der Vorstand sich von SoftBanks Versprechen, die Anzahl an Jobs beim britischen IP-Anbieter zu erhöhen, mit der britischen Regierung zu kooperieren und von der Höhe des Angebots des japanischen Konzerns beeindruckt gezeigt habe.

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Allerdings ist nicht alles vielversprechend, denn aktuell sitzt SoftBank selbst noch auf einem Schuldenberg: 2013 erwarb der japanische Konzern für 22 Milliarden US-$ einen Mehrheitsanteil beim amerikanischen Telekommunikationsanbieter Sprint. Diese Investition hat sich noch nicht wieder amortisiert, eher im Gegenteil: Ende März diesen Jahres wies die Geschäftsbilanz von SoftBank ein Defizit von 11,9 Billionen Yen (112,6 Milliarden US-$; etwa 101,7 Milliarden Euo) auf. 4 Billionen Yen Schulden (ca. 34 Milliarden Euro) fallen dabei alleine auf den Geschäftsverlauf bei Sprint zurück.

In den vergangenen Monaten veräußerte SoftBank daher in verschiedenen Geschäftsfeldern zahlreiche seiner Anteile im Gesamtwert von etwa 2 Billionen Yen, unter anderem beim chinesischen Online-Marktplatz Alibaba. Die so frei gewordenen Mittel wurden offenbar verwendet, um den Kauf von ARM vorzubereiten.

SoftBank kündigte an, Spitzenmanager von ARM in ihren Positionen belassen zu wollen, das Hauptquartier des IP-Anbieters und -Entwicklers weiterhin in England firmieren zu lassen und die Zahl der Angestellten in Großbritannien mindestens zu verdoppeln.

Finanzanalysten merkten am Montagabend an, dass ein Gegenangebot eines anderen Unternehmens zwar denkbar, aber unwahrscheinlich sei. SoftBank profitiere bei seinem Vorstoß davon, in keinem Marktsegment ein Konkurrent von ARM zu sein, wodurch der Konzern nicht mit kartellrechtlichen Bedenken rechnen müsse; eine Situation, die bei anderen potentiellen Bietern nicht gegeben sei.

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