Erfolgsfaktoren für Auftragsfertiger - Teil 2 So schaffen Sie im Unternehmen die Basis für Innovation

Autor / Redakteur: Hubertus Andreae* / Claudia Mallok

Erfolgreiche Unternehmen - und das gilt im Besonderen im EMS-Geschäft - haben eines gemeinsam: einen ausgeprägten, festen Willen zur Veränderung. Gelebte Innovationskultur ist die Voraussetzung, um kontinuierliche Optimierungen umzusetzen. Mit den folgenden Maßnahmen lässt sich die Veränderungskultur in einem Elektronik produzierenden Unternehmen aufbauen und pflegen.

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In der EMS-Branche entscheidet nicht die Unternehmensgröße, sondern der wirtschaftliche Erfolg. Um an die Spitze der EMS-Branche zu gelangen, ist eine grundlegende Veränderungs- bzw. Innovationskultur im Unternehmen notwendig. Diese Innovationskultur sollte auf 5 Säulen ausgerichtet sein. Kontinuierliche Optimierungen im Unternehmen auf Grund von

  • 1. Prozessstörungen,
  • 2. veränderten Anforderungen der Märkte und Kunden,
  • 3. veränderter Wettbewerbslage,
  • 4. Kosten- und Ertragsoptimierung,
  • 5. Ausbau des Leistungsprofils,

Um das zu erreichen, muss innerhalb des Unternehmens ein fester Veränderungswille etabliert sein. Mit den folgenden Maßnahmen lässt sich diese Veränderungskultur in einem Unternehmen aufbauen und erhalten.

Innovationskultur pflegen

Veränderungswille und Innovation gehören fest zusammen. Um einen kraftvollen und eigengetriebenen Innovationsprozess zu realisieren, muss eine positive Grundhaltung gegenüber Veränderungen im Unternehmen erzeugt werden.

Ich empfehle:

  • Machen Sie Ihren Mitarbeitern deutlich, dass die Notwendigkeit für eine Änderung nicht gleichzusetzen ist, mit einem Versagen in der Vergangenheit, sondern mit veränderten Anforderungen.
  • Zeigen Sie auf, warum Änderungen erforderlich sind z.B. Markterfordernisse, Kundenwünsche, Kostendruck, Änderungen der Wettbewerbslage.
  • Schaffen Sie eine Kultur, die einen Fehler als Chance und nicht als Niederlage begreift.
  • Erzeugen Sie eine Kultur, die Spaß an Veränderungen und der Optimierung fördert. Und stellen Sie sicher, dass nicht nur verändert wird, um zu verändern, sondern um nachhaltig zu verbessern.
  • Belohnen Sie Mitarbeiter, die bereit sind für Veränderungen. Belohnungen müssen nicht immer direkt mit Gehaltsveränderungen verbunden sein, es können auch Entwicklungschancen, Weiterbildungen oder eine Mitarbeit an prestigeträchtigen Projekten sein.
  • Gehen Sie richtig mit dem Faktor Zeit um. Nur wenn Ihnen das gelingt, werden Sie die Kraft für Veränderungen frei setzen können. Da hierbei in der Praxis viele Fehler gemacht werden, werde ich hierauf in Teil 4 der Serie genauer eingehen.

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